Neues Domizil

„Kleine Hände“ öffnen im Krankenhaus
Von Dorothée Schenk [27.01.2008, 13.18 Uhr]

 Im neuen Domizil angekommen (v.l.): Wolfgang Brauers, Geschäftsführer im Malteser-Krankenhaus, begrüßte die „Kleinen Hände“ in Person der Vorsitzenden Dr. Helga Klostermann und ihrer Stellvertreterin Rose-Marie Kommnick.

Im neuen Domizil angekommen (v.l.): Wolfgang Brauers, Geschäftsführer im Malteser-Krankenhaus, begrüßte die „Kleinen Hände“ in Person der Vorsitzenden Dr. Helga Klostermann und ihrer Stellvertreterin Rose-Marie Kommnick.

Der Start ins neue Jahr ist den „Kleinen Händen“ bestens geglückt. Nach gemeinsamen Gesprächen vereinbarte die Vereinsvorsitzende Dr. Helga Klostermann mit dem Geschäftsführer des Malteser-Krankenhauses, Wolfgang Brauers, den Umzug der Geschäftsstelle mit Kleiderkammer ins Krankenhaus St. Elisabeth an der Kurfürstenstraße. Damit können die nötigen Renovierungsarbeiten im ursprünglich Domizil des Vereins – dem Jülicher Kulturbahnhof – in Angriff genommen werden. Wenn die Sanierung des Daches die Feuchtigkeit von außen fernhält, müssen von innen die Wände neu verputzt und gestrichen werden. In spätestens drei Monaten soll die Maßnahme beendet sein.

Derzeit finden die „Kleinen Hände“ Unterschlupf im Krankenhaus – eine sinnvolle und gelungene Ergänzung, wie Wolfgang Brauers unterstreicht. Bereits im Dezember hatte der Verein für Kinder, Mütter und Väter in Notlagen seine Besucher im Kulturbahnhof auf den Ortswechsel hingewiesen – mit Erfolg, wie sich bei der ersten Öffnung im Januar zeigte. „Der zunehmende Zuspruch ist natürlich auch mit gewaltiger Arbeit verbunden“, betonte die Vereinsvorsitzende und zollte dem Kämmerchen-Team, das derzeit noch Kisten von Kleidungsstücken sortiert – Respekt für ihre ehrenamtlichen Arbeit. Die Geschäftstelle ist übrigens im Krankenhaus der Nummer 02461 620 405 zu erreichen.

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 Viel Arbeit hat das Team der „Kleinen Hände“ im neuen Kämmerchen im Krankenhaus, in dem Wolfgang Brauers, Geschäftsführer im Malteser-Krankenhaus, die Ehrenamtlerinnen begrüßte.

Viel Arbeit hat das Team der „Kleinen Hände“ im neuen Kämmerchen im Krankenhaus, in dem Wolfgang Brauers, Geschäftsführer im Malteser-Krankenhaus, die Ehrenamtlerinnen begrüßte.

Die Nachfrage an dieses regelmäßige Hilfsangebot ist ungebrochen. Das entspricht den Erfahrungen, die Dr. Helga Klostermann in der jüngsten Mitgliederversammlung vorstellte: Kinderarmut ist nicht nur Thema in Presse, Funk und Fernsehen – sie ist längst auch in Jülich angekommen. Ohne Rücklagen ausgestattet kommt der finanzielle Zusammenbruch für viele Familien mit der Nachzahlung von Strom oder einer kaputten Waschmaschine. In vielen dieser Fälle helfen die „Kleinen Hände“ – mal als Überbrückung, mal in Form von längere Begleitung.

37 Familien mit 74 Kindern waren es 2007, die vom Verein betreut wurden. Zunehmend, berichtete Dr. Klostermann, werden die Hilfesuchenden auch vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), der katholischen Hochschulgemeinde (KHG) und auch den Ämtern an die „Kleinen Hände“ verwiesen. Regelmäßig unterstützt werden darüber hinaus Ferienfahrten etwa der Villa Kunterbunt und der Mittagstisch an Offenen Ganztagsgrundschulen in Jülich. Vor allem Hilfe zur Selbsthilfe ist natürlich das Vereinsziel. Darum arbeiten die engagierten Frauen mit verschiedenen Institutionen und Einrichtungen zusammen.

Viel vor haben die „Kleinen Hände“ in diesem Jahr: Die Gründung jährt sich zum 20. Mal und aus diesem Anlass plant der Verein ein Kinderfest, das im Spätsommer stattfinden soll.


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