6. Veranstaltung zum Ge-Denktag am 27. Januar

Jülicher Gesellschaft verleiht Preis für Zivilcourage
Von Redaktion [17.01.2008, 13.55 Uhr]

Armin Laschet spricht auf Einladung der Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz im Jülicher Rathaus.

Armin Laschet spricht auf Einladung der Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz im Jülicher Rathaus.

Zum sechsten Mal lädt die Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz e.V. zu einem Ge-Denk-Tag anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 ein. Diesmal hat der Verein den Tag unter das Thema „Sicherheit“ gestellt. Prominenter Redner wird am Sonntag, 27. Januar, ab 15.30 Uhr im Neuen Rathaus, Große Rurstraße 17, von Jülich Staatsminister Armin Laschet sein. Der NRW-Minister ist u. a. für „Integration“ zuständig. In seiner Rede wird der Minister aus Sicht der Landesregierung auf Chancen und Gefahren des Miteinanders von Menschen unterschiedlicher kultureller und religiöser Herkunft in unserem Land eingehen.

Unser Grundgesetz garantiert die Freiheit der Religionsausübung – ohne jede Schranke. Dies wurde zuletzt in der Diskussion in Deutschland in Frage gestellt. So wurde diskutiert, ob Tom Cruise als Mitglied der Scientology überhaupt den Berliner Bendlerblock für Filmaufnahmen zum Film über den „20. Juli 1944“ benutzen dürfe. So wurde diskutiert, ob Koran und der Ka-non der Grundrechte im Grundgesetz sich ausschließen. Burka und Kopftuch haben die bildungspolitischen Diskussionen manchmal stärker geprägt als die Bemühungen um die Erhöhung des Bildungsniveaus. Die immer neuen Einschränkungen der bürgerlichen Freiheit nach den Schrecken des 11. September nähren gerade während der großen Koalition in Berlin die Furcht vor einer Regulierungswut. Die Freiheit in Deutschland wird auch durch das Graswurzelnetzwerk (Bundeszentrale für politische Bildung) der neuen Rechten gefährdet.

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Marijke Barkhoff wird geehrt

Marijke Barkhoff wird geehrt

Die Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz e.V. will mit ihrer Veran-staltung Anstöße zu einem Diskurs über die Grenzen des Strebens nach „Sicherheit“ geben. Der Ge-Denk-Tag, der durch Bundespräsident Roman Herzog ins Leben gerufen wurde mit Blick auf die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 durch die Soldaten der Roten Armee, wird von der Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz e.V. als Aufgabe verstanden, ein wachsames Auge auf die Bedrohung der Freiheit im täglichen Leben zu werfen.

Im zweiten Teil der Veranstaltung verleiht die Jülicher Gesellschaft den Preis der Gesellschaft für Zivilcourage 2008. Preisträger ist in diesem Jahr Marijke Barkhoff. Sie wird geehrt für ihre jahrelangen Bemühungen, Künstlern im Exil in Deutschland zu helfen. Die Laudatio auf Marijke Barkhoff wird die Dekanin der Jülicher Fachhochschule, Prof. Dr. Angelika Merschenz-Quack, halten.


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