Ein wunderbares Weihnachtsgeschenk

TTC indeland Jülich schlägt Fulda
Von Thomas Mauer [17.12.2007, 08.57 Uhr]

In der Halle herrschte gespannte Erwartung beim letzten Spiel des TTC indeland Jülich in diesem Jahr. Der Gegner aus Fulda-Maberzell hatte im Hinspiel den Jülichern eine 6:0-Klatsche verpasst

Bereits mit den Doppeln machten die Herzogstädter Ernst: Jörg Roßkopf/Taku Takakiwa verloren wohl den ersten Satz 6:11 gegen Feng Zhe/Meng Qingyu, den zweiten Durchgang gewannen sie jedoch 11:7.
Auch im dritten Durchgang erwischten Rossi und Taku den besseren Start. Die Penholder-Haltung brachte die beiden Chinese wiederholt in Schwierigkeiten. Erster Satzball, die Herzogstädter nutzten ihn und gewannen 11:4. 6:4 führten Rossi und Taku im vierten Satz. Und behaupteten diesen Vorsprung bis zu drei Matchbällen. Den zweiten schob Taku geschickt in die Ecke der Platte, 11:8 ging das Match nach Jülich.

Auch Marcos Freitas/Jakub Kosowski zeigten ihr Können gegen Jan-Ove Waldner/Jörgen Persson. Sieben Satzbälle hatten die beiden, der zweite reichte zum 11:4 im ersten Satz. Danach besannen sich die Schweden auf ihre Routine. Das reichte aber nicht zum deutlichen Vorsprung. Über 8:8 hieß es 10:9 für das Jülicher Doppel, das die Chance nutzte und 11:9 gewann. Im dritten Satz ging das Jülicher Doppel wieder in Führung. Waldner zeigte Schwächen gegen die jungen Gegner. Auch Persson verschlug wiederholt. Den ersten Matchball holten sich die Jülicher und brachten den Sieg mit dem ersten Schlagwechsel nach Hause.

Mit einem respektablen 2:0 Vorsprung begann der TTC indeland Jülich seine Einzel.

Taku Takakiwa gegen Feng Zhe war zunächst ausgeglichen. Taku setzte wiederholt den Ball auf die Rückhand des Chinesen, was den zu Fehlern verleitete. Folgerichtig gewann Taku mit 11:6 den ersten Satz.
Im zweiten hatte sich Feng besser auf seinen Gegner eingestellt, bis zum 5:5. Erneut setzte dich Takakiwa dann mit einer kleinen Führung ab, und hatte den ersten Satzball, den der Chinese zum 11:9 für Jülich verschlug. Verzweifelt schaute Feng im dritten Satz zur Hallendecke, es lief für ihn nicht gut. Taku wusste immer eine bessere Antwort auf die Angriffe des Chinesen. Drei Matchbälle waren der gerechte Lohn. Den zweiten verschlug Feng, es hieß 11:8 für Takakiwa und 3:0 für Jülich.

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Jörg Roßkopf gegen Jan-Ove Waldner, zwei Weltstars des Tischtennis sorgten für viel Aufmerksamkeit. Die beiden kannten sich aus unzähligen Begegnungen und begannen verhalten. Waldner gewann den ersten Satz mit dem ersten Satzball 11:7. Den zweiten Durchgang sicherte sich hingegen Roßkopf 11:7. Und auch den dritten gewann der Jülicher nach einem Netzball Waldners mit 11:7.
Dann jedoch wendete sich das Blatt. Man spürte deutlich den Siegeswillen von Jörg Roßkopf, doch der Schwede wirkte konzentrierter. Ein verschlagener Ball von Rossi brachte ihm das 11:9.
Im fünften Satz stand es 2:2, bevor Rossi auf 6:2 davonzog. Bei 9:6 für Jörg Roßkopf schien alles klar. Aber Waldner wehrte sich noch einmal. Drei Matchbälle von Roßkopf konnte Waldner abwehren. Den ersten Matchball des Schweden konterte wiederum Rossi. Den zweiten Matchball verwandelte Waldner im Gegenzug zum 14:12.

Fulda holte zum 3:1 auf.

Marcos Freitas gegen Jörg Schlichter hieß die erste Begegnung im unteren Paarkreuz. Nach ausgeglichenem ersten Satz gewann Schlichter 11:9.
Den zweiten holte sich Marcos mit 11:5 überzeugend zurück.
Im dritten Durchgang lag er wiederum 9:6, hatte sechs Satzbälle und gewann 11:4. Danach klappte es beim Portugiesen nicht so gut, und er verlor den vierten Satz 8:11.
Bei 5:3 für Schlichter wurden im fünften Satz die Seiten gewechselt. Marcos geriet ein ums andere Mal in die Defensive und konnte sich daraus nicht erfolgreich befreien. 4:8 lag er hinten, als er zum Angriff blies - erfolgreich. Beim 8:8 war der Ausgleich geschafft. Die etwa 450 Zuschauer spürten die Spannung und feuerten ihren Spieler frenetisch an. Ein Kantenroller für Marcos brachte ihm zwei Matchbälle.
Bereits den ersten schlug Schlichter ins Netz zum 11:8. Der Siegesschrei voller Erleichterung des Portugiesen war in der Halle trotz jubelndem Publikum sehr gut zu hören.

Das 4:1 für Jülich schraubte auf einmal die Erwartungen in die Höhe.

Jakub Kosowski traf auf Jörgen Persson. Der junge Pole gegen den älteren Schweden. Am Ende des ersten Satzes hatte sich die Jugend mit 11:9 durchgesetzt. Im zweiten Durchgang machte Persson ernst. Agiler und motivierter erspielte er sich zwei Satzbälle. Der erste reichte ihm zum 11:8. Auch den dritten Durchgang gewann Persson 11:9.
Der vierte Satz schien genauso zu verlaufen wie die beiden vorherigen. Aber Jakub wehrte sich. Das 11:7 für den Jülicher machte die Partie wieder völlig offen. Im fünften Satz wirkte Persson mit einem Mal verunsichert, Kosowski spielte dagegen hoch konzentriert. Bereits den ersten Matchball konnte er unter dem Jubel der Publikums 11:6 verwandeln.

Zur Pause ging der TTC indeland Jülich mit 5:1 in Führung.

Nach der Pause startete Jörg Roßkopf seine Aufgabe, den Chinesen Feng Zhi zu schlagen. Mister Tischtennis holte sich den ersten Satz mit 11:6 und den zweiten mit 11:1. Im dritten Satz sah sich Rossi zunächst hinten, bevor er beim Stand von 1:6 zur Aufholjagd blies. Dennoch schaffte Feng mit guten Returns vier Satzbälle. Drei wehrte der Jülicher souverän ab, den vierten verschlug er und bescherte mit 11:9 seinem Kontrahenten den Satzgewinn. Im Durchgang Nummer vier hatte er erneut einen Satzball gegen sich. Den verwandelte Feng zum 13:11.
7:3 im Zwischenstand des fünften Satzes, auf einmal kam auch die gefürchtete Rückhand. Feng wusste kein Mittel dagegen, die Halle tobte. Sieben Matchbälle sorgten für viel Stimmung im Publikum. Mit einer knallharten Vorhand gewann Rossi 11:4.

Jülich hatte es geschafft und Revanche für die Hinspielniederlage genommen. Wichtige Punkte im Kampf und den Klassenerhalt sorgten für ausgelassene Stimmung in der Halle.

„Ich weiß gar nicht genau, was wir alles richtig gemacht haben“, strahlte Trainer Johannes Dimmig. Besonders der Einzelerfolg von Marcos Freitas gegen Schlichter im fünften Satz freute ihn. Der Portugiese hatte endlich gute Nerven bewiesen. Und auch der Erfolg von Jakub Kosowski gegen Persson war so nicht kalkuliert gewesen.

„Die Punkte sind sehr wertvoll für uns“, unterstrich auch Ehrenpräsident Arnold Beginn. Endlich könne man in Jülich genauer planen, da der Klassenerhalt immer sicherer würde.


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