TTC Indeland verpasst trotz Kampfgeist das Finale
Von Thomas Mauer [12.12.2007, 08.22 Uhr]

Im Halbfinale standen sich im DTTB-Pokal in der Sachsenhalle in Hamm der TTC indeland Jülich und Werder Bremen gegenüber. An der anderen Platte trafen Borussia Düsseldorf und der TTV Gönnern auf einander.

Tiago Apolonia spielte gegen Trinko Keen im ersten Spiel. Der erste Satz ging mit 11:9 an den Niederländer. Ein versprungener Ball beendete auch den zweiten Satz für die Bremer. Mit dem Rücken zur Wand spielte Tiago im dritten Satz, gestaltete sein Spiel variabler und brachte seinen um zwölf Jahre älteren Gegner in Verlegenheit. Dennoch ging Keen mit 9:8 in Führung. Auszeit. Ausgleich. Satzball Tiago. Abgewehrt. Erneuter Satzball, Tiago behielt die Nerven und gewann 14:12.

Im vierten Satz sollen drei Satzbälle für Apolonia genügen, Tiago schaffte mit einem langen Ball den Ausgleich zum 11:7.

Im fünften Satz war dann die Luft bei Tiago auf einmal raus, es fehlte ihm das entscheidende Quentchen Glück. Acht Matchbälle brauchte Keen nicht, der dritte reichte ihm zum 11:4. Bremen ging 1:0 in Führung.

Taku Takakiwa musste gegen Seiya Kishikawa antreten. Ein kurzer erster Satz war es zum 11:9 für den Bremer. Im zweiten Durchgang setzte sich Taku hingegen mit 11:7 durch. Im dritten Durchgang reichte Taku der erste Satzball zum 11:9.

Im vierten Satz vergab Taku einige Bälle leichtfertig und lag auf einmal 4:8 hinten. Der Satz ging klanglos mit 11:5 an Kishikawa.

Wieder ging es in den fünften Satz, den Taku stark begann. Dennoch wurden die Seiten bei 3:5 gegen ihn gewechselt. 8:3 zog Kishikawa davon. Und hatte vier Matchbälle. Drei konnte Taku abwehren, den letzten nutzte Kishikawa zum 11:9 und 2:0 für Bremen.

Jörg Rosskopf musste gegen Lars Hielscher gewinnen, um den TTC indeland Jülich noch im Rennen zu halten. Der Bremer hatte allerdings den besseren Start und führte 3:0. Den ersten Satzball nutzte Hielscher und ging mit 11:5 in Führung.

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Der zweite Satz begann deutlich ausgeglichener. Rossi riskierte viel, hatte aber auch ein ums anders Mal Erfolg mit seinen Schlägen. Beim 8:8 behielt der Jülicher die Nerven und erspielte sich zwei Satzbälle. Der erste reichte ihm zum verdienten Satzgewinn mit 11:8.

Auch im dritten Satz hatte keiner der beiden das Spiel eindeutig in der Hand. Mit einem Mal hatte Rossi drei Satzbälle. Zwei muss er abgeben. Aber typisch Jörg Rosskopf und seine Nervenstärke, der dritte brachte ihm den Satzgewinn mit 11:9.

Im vierten Durchgang war es wiederum „Mister Tischtennis“, der die Nerven hatte, beim Stand von 9:7 für ihn zwei Bälle zu verschlagen und dennoch den Satz mit 12:10, das Spiel und den lang ersehnten Punkt für die Jülicher zu gewinnen.

Takakiwa gegen Keen war erneut ein Endspiel für Jülich. Den ersten Satz gewann der Japaner 11:8. Im zweiten unterliefen Taku zahlreiche Fehler, der Satzverlust war die Folge. Im dritten Durchgang steigerte sich der Jülicher immer mehrund gewann verdient gegen den doppelt so alten Keen mit 11:7. Im vierten Satz startete Taku sehr konzentriert, hatte aber im Abschluss hin und wieder Pech. Keen erspielte sich zwei Satzbälle. Der zweite brachte ihm das 11:9.

Und wieder ging es in den entscheidenden fünften Satz. Über 8:8 erspielte sich Keen den ersten Matchball. Den konterte Taku mutig. Seinen konterte hingegen Keen, musste dann aber wieder einen Matchball gegen sich hinnehmen. Und verschlug, Jülich konnte auf 2:2 ausgleichen.

Das letzte Spiel zwischen Tiago Apolonia und Seiya Kishikawa musste die Entscheidung bringen. Wer von beiden hatte die besseren Nerven und die glücklichere Hand? Im ersten Satz setzte sich der Bremer ab und gewann 11:8. Im zweiten Durchgang wechselte die Führung ständig. Am Ende hatte Tiago drei Satzbälle, der erste brachte das 11:7 und den Ausgleich.

Im dritten Durchgang ruhte sich der Portugiese wohl ein wenig aus. Der 7:11-Satzverlust war die Konsequenz. Wenig verheißungsvoll begann der Portugiese den vierten Satz. Kishikawa hatte den ersten Matchball. Den konterte Tiago indes. Der zweite reichte dann aber doch zum 12:10 für Kishikawa und für Bremen.

Der TTC indeland Jülich hatte sich gut geschlagen, letztlich aber erfolglos.

„Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis, wir haben uns sehr achtbar geschlagen“, freute ich Ehrenpräsident Arnold Beginn nach dem Spiel. Für ihn hatten sich alle Jülicher Spieler bravourös geschlagen.

In der Zwischenzeit hatte Borussia Düsseldorf den TTV Gönnern längst besiegt und war bereits ins Finale eingezogen.
Timo Boll gegen Wang Xi (6:11, 11:9, 11:4, 11:4), Antonin Gavlas gegen Dimitrij Ovtcharov (11:7, 11:6, 6:11 und 11:6), Christian Süß gegen Ruwen Filus 11:4, 12:10, 12:14 und 12:10) hatten für eine Düsseldorfer 2:1-Führung gesorgt.

Timo Boll machte dann kurzen Prozess und besiegte Antonin Gavlas deutlich und überlegen mit 11:2, 11:5 und 11:8. Düsseldorf zog ins Finale ein.

Das war dann wiederum eine klare Angelegenheit. Mit 3:1 gewann der derzeitige Tabellenführer und wurde Deutscher Pokalsieger.


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