Sag niemals, das ist dein letzter Weg!
Lesung von Tamar Dreifuss bei der Jülicher Gesellschaft
Von Redaktion [15.11.2007, 18.34 Uhr]
Tamar Dreifuss liest auf Einladung der Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz aus dem Buch ihrer Mutter Jetta Shapiro-Rosenzweig. Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, 20. November, im Anschluss an die Mitgliederversammlung, die am selben Ort um 18 Uhr tagt.
„Sag niemals, das ist dein letzter Weg!“ heißt das Buch von Jetta Shapiro-Rosenzweig, einer inzwischen verstorbene Jüdin aus Wilna. Sie hat die Verfolgung der Juden durch die Deutschen knapp überlebt. während ihr Mann und viele Ver-wandte starben, als die Deutschen Polen überfielen und sich daran machten, die Juden zu ermorden.
Präsentiert wird das Werk in der Übersetzung ihrer Tochter um 19 Uhr, im Saal der Gaststätte „Zum Maiblömche“, in Lich-Steinstraß am Matthiasplatz 1.
Jetta Shapiro-Rosenzweig wurde als Tochter einer wohlhabenden Familie in Wilna geboren. Als die Stadt 1939 von sowjetischen Truppen erobert wurde, war Jetta schon mit Jascha Schapiro verheiratet und hatte mit ihm eine Tochter – Tamar. Im Herbst 1940 beschlagnahmten die Sowjets ihre Wohnung, und so kam die Familie auf Umwegen nach Ponar, in der Nähe von Wilna. Dort wurden sie Zeugen des deutschen Einmarsches und der Ermordung vieler Wilnaer Juden. Ihr Kampf ums Überleben begann: Flucht aus Ponar, Versteck in einem Kloster, Transport ins Wilnaer Ghetto. Mit der Auflösung des Ghettos zerbrach die Familie. Der Vater kommt ins KZ, die Mutter kann flüchten ... Nach 1945 kehren beide nach Wilna zurück und erfahren, dass der Vater im KZ ermordet wurde.
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