Wanderfahrt ins Cochem

Eifelverein steuerte mit „Gut Holz“ das Zeller Moselland an
Von Redaktion [18.06.2007, 09.30 Uhr]

Die Reichsburg in Cochem – im 14. Jh. unter Erzbischof Baldrian ausgebaut und nach ihrer Zerstörung von 1868 – 1877 im Auftrag von Jakob Luis Ravené durch die Architekten Ende und Raschdorff neu aufgebaut – war das erste Ziel. Nach einer sachkundigen Führung durch die Burg, die sich heute im Eigentum der Stadt befindet, folgte eine kurze Wanderung über den Aussichtspunkt „Drei Kreuze“ und den Stadtteil Sehl nach Cochem zurück mit einem ausgedehnten Bummel durch die sehenswerte Stadt, bevor die Fahrt zum Standquartier „Gasthaus Korneli“ in St. Aldegund fortgesetzt wurde. Das Abendessen wurde auf Einladung des Wirtes mit einem fachkundigen und ausgedehnten Weinprobeabend „heruntergespült“.

In zwei Leistungsgruppen brachen die Wanderer in das Neefer Bachtal auf. Vorbei an schönen Aussichtspunkte, mit Blick auf das Moseltal und seine herrlichen Weinlandschaft und verschiedenen Weinorten, erreichte die von Werner Becker geführte Gruppe über die Burgruine Metternich das Tagesziel Beilstein. Beilstein, auch das „Dornröschen der Mosel genannt“ liegt am Ausgang eines Bachtales, eingebettet zwischen Weinbergen, an einer der schönsten Moselschleifen.

Besonders sehenswert in diesem romantischen Moselort sind der malerische Markt, mit dem ehemaligen Zehnthaus, das Karmeliterkloster mit der schwarzen Madonna und die vielen anheimelnden Fachwerkhäuser, Gassen und Winkel, die schon oft als Filmkulisse gedient haben. Die zweite Gruppe, geleitet von Therese Becker hatte das Städtchen inzwischen mit dem Schiff erreicht. Nach einem ausgedehnten Stadtbummel fuhren beide Gruppen gemeinsam mit dem Schiff nach St. Aldegund zurück.

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Über den „Collis“-Weg hoch zum Collisturm, der 1905 erbaut wurde und von dem aus die Wanderer mit einem herrlichen Blick über die Stadt Zell und das Moselland belohnt wurden, war ein weiteres Ziel. Zell liegt an der besonders großen und beeindruckenden Fluss-Schleife „Zeller Hamm“ an der Mittelmosel und ist durch die Qualität und Bekömmlichkeit seins Weines, besonders durch die Einlage „Zeller Schwarze Katz“ weltbekannt. Ein Stück durch das Zeller Bachtal ging es dann weiter auf dem „ Liebesschlucht“ Rundwanderweg. Über die Marienhöhe mit Muttergottes-Statue, einem Wallfahrtsort mitten im Wald mit vielen Gedenktäfelchen, gelangte die Gruppe schließlich am Liebesbrunnen vorbei in das Tal des Linichbachs, der an steilen Felswänden durch die Liebesschlucht plätschert.

Die zweite Gruppe wanderte nach einem Stadtrundgang in Zell auf dem „Marienburgweg“, am Engelskapellchen vorbei, bis zur Marienburg mit herrlichem Panoramablick zum Prinzenkopf–Aussichtsturm. Dem Besucher bietet sich von dort ein einzigartiger 360-Grad-Ausblick in die Ferienregion Zeller Land und die imposante 14 km lange Moselschleife. Am Heldenfriedhof vorbei wurde der Weinort Alf erreicht, von wo aus die Gruppe mit dem Bus zum Quartier fuhr. Nach dem Abendessen ermittelte der Kegelclub „Gut Holz“, der die Fahrt als Jahresausflug nutzte auf der Kegelbahn ihren diesjährigen Jahreskönig.

Auf ihrer Abschlusswanderung von Bremm aus über den Kreuzweg zur Waldkapelle und weiter auf dem Moselhöhenweg zum Waldpark Hasel, die durch das Gaillbachtal führte, erreichte die Gruppe schließlich einen schönen Aussichtspunkt mit einer Kapelle. Von hier aus bot sich noch einmal ein herrlicher Blick auf St.Aldegund mit der gleichnamigen Staustufe und das Moseltal.
Nach einer Wanderung von St. Aldegund nach Alf und durch die Weinberge zurück, war auch die zweite Gruppe wieder im Quartier eingetroffen, und alle trafen sich noch zum traditionellen Abschiedskaffee im Hotel.

Nach einem kurzen Rückblick auf die vergangenen Tage, in denen 65 und 30 Kilometer erwandert wurden, und einigen Dankesworten an die Wanderführer Werner und Therese Becker machten sich alle auf die Heimreise nach Jülich.


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