Generationswechsel vollzogen

„Prinz“ Marc führt künftig den Festausschuss Kengerzoch
Von Dorothée Schenk [22.05.2007, 13.11 Uhr]

Amtsübergabe beim Festausschuss Kengerzoch (v.l.) Franz Muckel, Thomas Surma, der scheidende Vorsitzende Gerd Hintzen und der „neue“ Marc Muckel, Frank Müller, Adi Hochhausen und Thomas Rau.

Amtsübergabe beim Festausschuss Kengerzoch (v.l.) Franz Muckel, Thomas Surma, der scheidende Vorsitzende Gerd Hintzen und der „neue“ Marc Muckel, Frank Müller, Adi Hochhausen und Thomas Rau.

Sie alle sind von edlem, närrischen Geblüt: Der neue Vorstand des Festausschuss Kengerzoch setzt sich aus einem ehemaligen Kinderprinzen und Vätern von Prinzen, Prinzessinnen, Bauern und Pagen zusammen. Nach einer Dekade Vorstandsarbeit verabschiedeten sich Gerd Hintzen, Franz Muckel und Adi Hochhausen aus der ersten Reihe und machten Platz für Marc Muckel als Vorsitzenden und Thomas Surma als Vize, Schriftführer Thorsten Rau und Schatzmeister Frank Müller. Ein Generationswechsel, der die Kontinuität über das 50. Kinderzug-Jahr hinaus garantiert. Das nämlich steht 2008 bevor unter dem Motto: „Historisch und jeck – 50 Jahre Kinderdreigestirn“. Wer den Thron besteigt, ist noch gut gehütetes Geheimnis, allerdings so war den Zwischentönen zu entnehmen, wird es wohl ein jubilierender Karnevalsverein sein, der die Kindermajestäten benennt.

Thomas Surma, der den Festausschuss als Kinderdreigestirns-Vater der Session 2007 nach eigener Aussage „kennen und lieben gelernt“ hat, gibt eine neue Marschrichtung des Vereins bekannt: „Wir wollen vielen die Möglichkeit geben, Dreigestirn zu werden.“ „…und ihnen die Angst nehmen, nachzufragen“, ergänzt Schriftführer Rau. Allerdings, so hält der Schatzmeister sofort verantwortungsvoll die Hand aufs Vereinsvermögen, könne der Festausschuss nicht die Ausstattung der Nachwuchs-Majestäten übernehmen. Damit war das Thema Spenden angeschnitten, auf die, wie Frank Müller eindringlich erklärt, der Festausschuss angewiesen ist. „Es geht nicht darum, für einen speziellen Verein zu spenden, sondern für die Jülicher Kinder, um die Institution des Kinderzuges zu erhalten.“

Werbung

Ausschließlich ehrenamtlich wird schließlich der inzwischen über 1000-Teilnehmer-starke Kinderzug vorbereitet und auch finanziert – auch, wenn das Wurfmaterial von den „Mitläufern“ selbst mitgebracht werden muss, bleiben die Musikkapellen zu bezahlen, die Miete für die Nach-Feier in der Stadthalle ist fällig und natürlich auch Proklamationen und der Wagenbau. Der PIN zum Dreigestirn, der alljährlich neu aufgelegt wird, ist die einzige feste Einnahmequelle des Vereins, der die Mitglieder aller Karnevalsvereine unter einem Organisationsdach vereinigt.

Trotzdem ist zum ersten Mal seit 1959 mit Frank Müller (KG Ulk) im Vorstand die alleinige Trägerschaft des Festausschuss Kengerzoch durch Aktive der KG Rurblümchen durchbrochen. Die Idee zu einem Kinderzug war auf der ersten Jülicher Kindersitzung 1958, veranstaltet von der KG Rurblümchen, entstanden. Zum gemeinnützigen eingetragenen Verein wurde die Interessensgemeinschaft vor zehn Jahren. Das hat noch der „alte Vorstand“ auf den Weg gebracht. Natürlich lassen die Recken ihre Nachfolger nicht im Regen stehen, denn „es gibt viele Dinge, in denen wir noch einen Wissensvorsprung haben“, wie Adi Hochhausen schmunzelnd erklärt. Alte Kontakte werden weitergereicht werden und die persönliche Betreuung ist gewährleistet. Schließlich ist der 27-jährige Vereinserste Marc Muckel der Sohn von Franz Muckel und für Gerd Hintzen gehörte Prinz Marc vor 15 Jahren zum ersten Dreigestirn, das er begleitete. So schließen sich die Kreise – wie jedes Jahr Kengerzoch am Tulpensonntag.


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Freiflug über die "Sophie"
Der Barmener Olaf Kiel ist begeisterter Pilot von Multi- und Quadrokoptern, landläufig auch als Drohnen bekannt. Zwei bis dreimal in der Woche startet er in die Jülicher Börde mit seinem großen Koffer im Gepäck. Gut geschützt liegt darin die in Einzelteile zerlegte Flugmaschine, denn erst vor Ort werden die Rotoren angeschraubt und die Kamera in die Lagerung, die so genannte Gimbal, eingehängt.  [08.04.2017, 07.42 Uhr]  >>

Stadtteile

Kita „Die kleinen Strolche“: Jubiläumsfeier eine Woche lang [26.04.2017, 13.58 Uhr]  >>
Im Heckfeld Geschmack am Glauben finden [09.04.2017, 14.12 Uhr]  >>
Kölsche Nacht beim Jülicher Stadtfest [09.04.2017, 12.47 Uhr]  >>

Rundum

Kreatives Lösungsmodell im Aldenhovener KIM-Prozess [09.04.2017, 14.00 Uhr]  >>
Düren: Den Umgang mit Demenz lernen [09.04.2017, 13.51 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung