Jülicher Geschichtsverein hat gute Aussichten

Das Jahr gekrönt
Von Von Dorothée Schenk [31.12.2004, 16.53 Uhr]

Die Krönung: Die Herausgabe der Jülicher Geschichtsblätter der Jahrgänge 2001-2003 sind pünktlich zum Fest fertig geworden.

Die Krönung: Die Herausgabe der Jülicher Geschichtsblätter der Jahrgänge 2001-2003 sind pünktlich zum Fest fertig geworden.

Ausgesprochen gut gelaunt beendete der Vorstand des Jülicher Geschichtsvereins das Jahr. Pünktlich zum Fest, am 23. Dezember, wurden noch die neuen Jülicher Geschichtsblätter – Jahrgänge 2001-2003 – von der Druckerei ausgeliefert und konnten Dienstagabend an die Mitglieder im Kulturhaus ausgegeben werden. 100 Stück der 600-Seiten-starken-Ausgabe wechselten innerhalb einer Stunde die Tischseite, wie Schatzmeister Peter Kranen berichtete. Diese umfangreiche Publikation nahm den Großteil des Vereinsarbeit im Jahr 2004 ein. Unter der Redaktion des Geschäftsführers Guido von Bürens wurden die 200 Abbildungen ausgewählt, die Themenpalette zwischen Kunst-, Bau- und Technikgeschichte neben der Königsaufgabe – der historischen Forschung – ausgebreitet. Der „Redakteur“ meint: „Die inhaltliche Qualität wurde stark angehoben und das soll sich auch optisch zeigen.“ Für diese Arbeit strich Geschäftsführer von Büren großes Lob von seinem Vorsitzenden, Dr. Erwin Fuchs, ein: „Er ist die Spitze und die Seele des Vereins.“ Hervorzuheben seien auch die 25 Rezensionen, die – so meinte schmunzelnd Dr. Fuchs – das Lesen der Bücher selbst fast überflüssig machten. Für 29 Euro sind die Jülicher Geschichtsblätter ab sofort im örtlichen Buchhandel und beim Geschichtsverein zu haben. Außerdem sind sie demnächst bei den 55 Schriften-Tauschpartnern, die bundesweit und sogar im benachbarten europäischen Ausland – etwa in der Schweizer Stadt Basel – im Regal zu finden.

Neben der Publikation waren vor allem die drei Mehrtagesfahrten zeitintensiv. Jede Fahrt hat etwa anderthalb Jahre Vorlaufzeit. Hier bewährte sich die Kooperation mit Förderverein Festung Zitadelle und Glasmalerei Museum Linnich. Das gilt nicht nur für die Organisation: „Die Durchmischung des Publikums ist sehr befruchtend“, wertet von Büren die Zusammenarbeit positiv. So ist für den kommenden Oktober mit dem Glasmalerei-Museum eine Fahrt unter dem Thema „Jülich und Pfalz-Neuburg“ geplant. Im Zentrum stehen die Ausstellungen „Von Kaisers Gnaden!“ in Neuburg an der Donau, wo auch Leihgaben des Jülicher Museums gezeigt werden, und die Augsburger Schau „Als Frieden möglich war – 450 Jahre Augsburger Religionsfrieden. Das Thema „Krieg und Frieden“ begleitet den Geschichtsverein übrigens auch an anderer Stelle: Der Tag des offenen Denkmals im September steht unter diesem Motto – passend zur Jülicher Geschichte.

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Der Vorstand blättert einträchtig in der neuen Publikation: Vorsitzender Dr. Erwin Fuchs (l.vorne) und sein Geschäftsführer Guido von Büren lassen sich von Vize Dr. Eberhard Graffmann (l. hinten) und Schatzmeister Peter Kranen über die Schulter gucken.

Der Vorstand blättert einträchtig in der neuen Publikation: Vorsitzender Dr. Erwin Fuchs (l.vorne) und sein Geschäftsführer Guido von Büren lassen sich von Vize Dr. Eberhard Graffmann (l. hinten) und Schatzmeister Peter Kranen über die Schulter gucken.

Als bewährte Regularien werden weiterhin die Vortragsreihe „Mittwochsclub“, verschiedene Tagestouren und die monatliche Bücherei angeboten. Neben den Geschichtsblättern sind die kostenintensivste Punkt: Die Referenten – sofern sie nicht aus persönlichem Engagement vortragen – müssen honoriert werden und der Eintritt für das interessierte Publikum ist frei. Meist kommen 20 bis 50 Zuhörer je Veranstaltung. Das ändert sich mit der Aktualität der Vorträge: Über 100 Interessierte lockten die interdisziplinären Referate zu „100x“, dem Jubiläumsreigen des Museums. Auf ähnliche Resonanz hofft der Geschichtsverein, wenn am 26. Januar im Mittwochsclub Dr. Bernd Päffgen vom Landschaftsverband das Thema „Neue Ausgrabungen im Bereich der Tagebaue um Jülich“ behandelt. Vorher allerdings startet noch eine Tagestouren: Am Mittwoch, 12. Januar, wird die Dürer-Ausstellung in Aachen besucht

Der Jülicher Geschichtsverein sucht noch aktive Ehrenamtler. In einem Schreiben an die Mitglieder werben sie um Mitarbeiter. Die Aufgabenfelder sind vielfältig: Textbearbeitung – Redaktion und Lektorat –, Internet-Kenner zur Pflege der Homepage, literarisch Begeisterte, die in der Bibliotheksarbeit mithelfen, von Schriftverkehr, Inventarisierung bis zur Buchausgabe an Öffnungstagen der Bücherei und Reiselustige, die bei der Organisation und Umsetzung der Touren helfen. Eine Probezeit wird garantiert, ebenso eine ausführliche Einweisung. Interessierte wenden sich per Fax an 02461/ 52279


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