Geschichtsverein und Fördervereins Festung Zitadelle Jülich tourten

Exkursion führte Jülicher gen Osten
Von Redaktion [21.11.2006, 07.52 Uhr]

Die Reisegruppe des Jülicher Geschichtsvereins und des Fördervereins »Festung Zitadelle Jülich« vor der Burgkapelle Ziesar. Foto: Martin Marquardt

Die Reisegruppe des Jülicher Geschichtsvereins und des Fördervereins »Festung Zitadelle Jülich« vor der Burgkapelle Ziesar. Foto: Martin Marquardt

Auf den Weg in das „Heilige Römisches Reich Deutscher Nation. 962-1806“ machten sich jüngst Mitglieder des Jülicher Geschichtsvereins 1923 e.V. gemeinsam mit dem Förderverein „Festung Zitadelle Jülich e.V.“ Die Ausstellung im Kulturhistorischen Museum Magdeburg informierte über die Zeit „Von Otto dem Großen bis zum Ausgang des Mittelalters“. Gezeigt wurden viele Schätze von großer Symbolkraft und Ausstrahlung, und vor der Großen Heidelberger Liedhandschrift („Codex Manesse“) oder der Goldenen Bulle zu stehen.

In Berlin im Deutschen Historischen Museum ging es um die Zeit von 1495 bis 1806 unter dem Titel „Altes Reich und neue Staaten“. Hier zeugten vor allem interessante Dokumente vom Bemühen um die Einheit des Reiches, wie die Urkunde über den ewigen Landfrieden. Doch die konfessionellen Auseinandersetzungen sowie wachsendes Selbstbewusstsein und Machtstreben der Fürsten zeigten ihre Sprengkraft und höhlten die Reichsidee aus, bis infolge der Eroberungen Napoleons die Auflösung durch die Niederlegung der Kaiserkrone vollzogen wurde.

Zwischen diesen beiden Ausstellungen fügte sich harmonisch die Ausstellung „Der Kardinal. Albrecht von Brandenburg. Renaissancefürst und Mäzen“ in der Moritzburg in Halle ein. Auch hier brachte eine kundige Führung das Leben dieses Renaissancefürsten nahe, der am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit über eine große Machtfülle verfügte und einer der bedeutendsten Auftraggeber sakraler und profaner Kunst seiner Zeit war.

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Natürlich war das Rahmenprogramm dem Besuch dieser hochkarätigen Ausstellungen angepasst. Für die Freunde der Zitadelle Jülich war ein Besuch der Zitadelle Spandau besonders interessant, boten sich doch spannende Vergleiche der beiden Anlagen an. Des weiteren stand ein Besuch des Jüdischen Museums auf dem Programm. Hier ging man der über 2000jährigen Geschichte von Juden in Deutschland nach. Eine sehr einfühlsame und außerordentlich kundige Führung wusste große Bögen über die Jahrhunderte zu schlagen. Die Besichtigung des Denkmals für die ermordeten Juden Europas konfrontierte die Gruppe dann mit den Verbrechen der NS-Zeit. In der Freizeit nutzten viele Teilnehmer das kulturelle Angebot der Stadt Berlin.

Es wäre keine Reise des Geschichtsvereins, enthielte die Rückfahrt nicht noch ein besonderes Bonbon. Dieses war Ziesar, einst Sitz des Bischofs von Brandenburg, mit seiner Burg und gotischen Backsteinkapelle, heute ein sehenswertes Museum für brandenburgische Kirchen- und Kulturgeschichte des Mittelalters.


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