Trainingscamp 2006 auf der Loreley

Taekyoner zwischen Training und Schattenkampf
Von Redaktion [12.09.2006, 15.02 Uhr]

Großmeister Ralf Esser (1.v.r.) und Josef Römers (2.v.l.) und die Teilnehmern am Trainingscamp.

Großmeister Ralf Esser (1.v.r.) und Josef Römers (2.v.l.) und die Teilnehmern am Trainingscamp.

Ein Höhepunkt im Vereinsleben des Jülicher Kampfsportvereins Korean-Martial-Arts „Taekyon“ e.V. ist die jährliche Vereinsfahrt, die mal nur zur Entspannung, mal abenteuerlich oder als Trainingscamp veranstaltet wird. In diesem Jahr fuhren die Kämpfer und Kämpferinnen aller Alterklassen in den Rheinort St. Goarshausen. Quartier bezogen sie in der Herberge des Turner- und Jugendheims Loreley „Zwischen mächtigen Trutzburgen, verzauberten Märchenschlössern und steilen Weinbergen, 132 Meter über dem Rhein, auf dem sagenumwobenen Felsen wo einst die schöne Loreley ihr Haar kämmte…“. Erstmals fuhren die „Taekyoner“ gemeinsam mit der befreundeten Kampfkunstschule Chong-Yong Eschweiler ins Trainingscamp.

In herrlicher Lage fanden die Kampfsportler in St. Goarshausen eine optimale Infrastruktur, die eine gute Mischung aus „Arbeit“ und Entspannung zulässt. Nach gelungenem Auftakt des ersten Abends am Lagerfeuer stand am Samstagvormittag die erste Trainingseinheit auf dem Plan. Nach einem Aufwärmprogramm versuchten sich die Kampfsportler zunächst am runden Leder, bevor unter der Leitung der Großmeister Ralf Esser (5. Dan Taekwondo, 4. Dan Hapkido, 1. Dan Hankumdo) von Taekyon und Großmeister Josef Römers (6. Dan Taekwondo, 5. Dan Hapkido-Hankido, 2. Dan Hankumdo) von Chong-Yong ernsthaft mit dem Training begonnen wurde.

In mehreren Gruppen übte man die klassischen Disziplinen des Taekwondo und des Hapkido. Besonders beliebt: Übungen mit der sogenannten Pratze (Schlagpolster). Dabei dürfen es die Übenden mal so richtig krachen lassen. Ein Kämpfer hält die Pratze und die anderen können Hand- und Fußtechniken mit voller Wucht ausführen. Dies erfordert auf beiden Seiten ein hohes Maß an Konzentration.

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Etwas weniger spektakulär ist die Disziplin Poomsae, dem so genannten Formenlauf. Hierbei ist technischer Feinschliff ganz besonders gefordert. Eine Form ist ein wesentlicher Bestandteil einer Graduierungsprüfung. Es handelt sich dabei um einen choreografierten Schattenkampf, bei dem der Prüfling bestimmte Techniken in einem
festgelegten Ablauf ausführt. Je höher die Graduierung, desto komplexer die Poomsae.

Nach zwei intensiven Stunden wurde das Training beendet. Der Nachmittag diente dem Spaß in Verbindung mit „sportlichen Anforderungen“: Bei einer Schnitzeljagd rund um die Loreley war nicht nur der markierten Weg zu finden, sondern es galt auch Allgemeinwissen und Überzeugungskraft unter Beweis zu stellen. Unter anderem mussten Passanten dazu gebracht eine einfache Taekwondo-Fußtechnik auszuführen.

Der Schwerpunkt des sonntäglichen Trainings lag auf Fallübungen und Selbstverteidigung, ehe gegen Mittag um Aufbruch geblasen wurde.

Ob im nächsten Jahr eine Fahrt durchgeführt werden wird, ist noch offen. Denn KMA-Taekyon e.V. wird dann 20 Jahre alt und plant dieses Jubiläum mit einer prächtigen Budo-Gala gebührend zu feiern.

Zum nächsten Mal präsentiert sich der Verein auf dem Erntedankfest in der Jülicher Innenstadt am Sonntag, 1. Oktober. Dann zeigen sie Taekwondo und Hapkido.

Weitere Informationen unter Gwww.kma-taekyon.de


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