Spendenaktion

„Aldenhoven und Jülich helfen“ in Sri Lanka
Von Redaktion [06.08.2006, 09.16 Uhr]

Übergabe der neuen Computer an das Lehrerkollegium der Kokuthoduval G.T.M. School im Bezirk Mullaitivu

Übergabe der neuen Computer an das Lehrerkollegium der Kokuthoduval G.T.M. School im Bezirk Mullaitivu

Wohlbehalten ist der Kurier der Initiative „Aldenhoven und Jülich helfen“ aus Sri Lanka zu-rückgekehrt. Durch die kriegerischen Übergriffe ist die Bewegungsfreiheit im Norden und Osten der Insel wieder stark eingeschränkt; Militärkontrollen sind an der Tagesordnung. Ohne die Unterstützung des Ministerpräsidenten Kanagaratnam hätte der Kurier seine Mission nicht erfüllen können.

„Unsere Waisenkinder“, wie der Verein seine Schützlinge nennt, die nach dem Tsunami zu-nächst provisorisch in kleinen Hütten untergebracht waren und dort in großer Enge lebten, sind inzwischen auf drei Internate aufgeteilt worden. Für die Zuordnung zu einer bestimmten Schule war Alter und Bildungsstand entscheidend. Der Kurier hat die Internate in Augenschein genommen, um zu ergründen, was die Waisenkinder am dringendsten benötigen. Ortsvorsteher, Schulleiter, Lehrer und Betreuer haben sich mit Kanagaratnam und dem „Gesandten des Vereins“ zusammengesetzt und beraten, was für die mitgebrachten 3000 Euro ange-schafft werden soll.

Nach kurzer Diskussion waren sich die Beteiligten darüber einig, dass das Geld in die Bildung der jungen Menschen fließen solle. Nicht alle tamilischen Kinder genießen die Unterstützung der singhalesischen Regierung, wie sie notwendig wäre. Als ethnische Minderheit gelten sie als Menschen 2. Klasse und werden benachteiligt, obwohl die Regierung das nicht zugeben würde. Die Waisen sind mehr noch als Kinder, die in einer Familie leben, auf sich selbst ge-stellt. Eine gute Schulbildung kann ihnen helfen, auch ohne Angehörige ihr Leben zu meis-tern.

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Um ihnen den Anschluss an internationale Standards im Bildungsniveau zu ermöglichen, sind mit den Spendengeldern zwei Computer mit dem notwendigen Zubehör angeschafft worden. Die Stromversorgung wird durch den Kauf von zwei Generatoren gewährleistet. Lehrer und Betreuer sind mit den Waisenkindern überglücklich und danken allen Spendern und freund-lichsten Grüße nach Aldenhoven und Jülich. Mit dem restlichen Geld konnten noch drei Fahr-räder angeschafft werden.

Fahrräder begründen auf Sri Lanka Existenzen. Ein Mann etwa – siehe Foto – holt in einem Tagewerk Holz aus dem Wald, das er anschließend in seiner Umgebung als Brennholz ver-kauft. Damit kann er seine Familie über Wasser halten.

Die angekündigten Projekte für die Landwirtschaft sind in Vorbereitung. Leider geht alles viel langsamer als es sich die Initiatoren von „Aldenhoven und Jülich helfen“ wünschen, weil -wie schon gesagt- sowohl die Bewegungs- als auch die Informationsfreiheit stark eingeschränkt sind. So ist etwa Telefonieren nicht überall möglich und manche Wegstrecken lassen sich nur mit Genehmigung des Militärs und entsprechender Fürsprache passieren.


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