Umzug, Ausflug und Auftritt

Jülicher Geschichtsverein sucht „frisches Blut“
Von Dorothée Schenk [16.01.2006, 16.20 Uhr]

Die Jülicher Hochzeit beim Zitadellenfest 2006 begleitet der Geschichtsverein mit Vorträgen und organisatorisch.

Die Jülicher Hochzeit beim Zitadellenfest 2006 begleitet der Geschichtsverein mit Vorträgen und organisatorisch.

Auf verschiedenen Säulen ruht nun schon seit 1923 und 1957 neu gegründete Jülicher Geschichtsverein: Die Tages-Fahrten und mehrtägigen Touren gehören dazu, aber auch die Vorträge, allen voran der Mittwochsclub, der gemeinsam mit dem Museum Zitadelle angeboten wird. Beides wird ausgesprochen gut angenommen. Soweit stellt es in der Rückschau auf das Jahr 2005 der Geschäftsführer von Jülichs mitgliederstärkstem Geschichtsverein, Guido von Büren, dar. 430 Menschen unterstützen die Arbeit zur Historie ihrer Heimatstadt. Allerdings beschäftigen auch diesen Verein die Nachwuchssorgen. „Wir brauchen eine Blutauffrischung durch Jüngere“, so Vereinsvize Dr. Eberhard Graffmann

Um ihre Arbeit besser zu präsentieren, entwickelt der Vorstand derzeit einen neuen Informationsflyer. Die aktualisierte Internet-Präsenz steht bereits. Hier sind auch alle Termine des laufenden Jahres zu finden. Es ist durchaus bei einigen Angeboten Eile geboten, die gemeinsame Fahrt mit dem Deutschen Glasmalerei-Museum nach Chartres Ende April ist „mehr oder weniger ausgebucht“, so von Büren. Auf großes Interesse stieß der Geschichtsverein auch bei seinem 2005er Angebot der Mühlentour: „Es hat gezeigt, wir spannend Technikgeschichte sein kann“. In diesem Jahr steht das Thema Energie im Mittelpunkt: „Von Jülich nach Heimbach – Wasserkraftnutzung an der Rur“ heißt es im Juni.

Gespannt sein dürfen die Jülicher auf ein Schwerpunktthema des Jahres 2006: Im Zuge des Zitadellenfestes, das in diesem Jahr die Jülicher Hochzeit in den Mittelpunkt stellt und in dessen Organisation der Geschichtsverein eingebunden ist, werden Forschungen und Vorträge öffentlich gemacht. Geschäftsführer Guido von Büren führt Ende März im Mittwochsclub in die Materie ein und markiert praktisch so auch den Festauftakt. „Martin Peu D’Argent – Musik am Hof Herzog Wilhelms V. von Jülich-Kleve-Berg“ ist das Thema von Martin Lubenow, der sich um die Transkription der Noten verdient gemacht hat. Die Musik des Hofkomponisten, der einer der Leidtragenden der Jülicher Hochzeit war, weil er anschließend den Sparmaßnahmen zum Opfer fiel, wird außerdem in einem Konzert im Herbst diesen Jahres vorgestellt.

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Jüngste Publikation aus dem Hause Geschichtsverein ist das Buch über die Mariensäule auf dem Propstei-Kirchplatz.

Jüngste Publikation aus dem Hause Geschichtsverein ist das Buch über die Mariensäule auf dem Propstei-Kirchplatz.

Wie interessant die Themen aus Jülich für andere bundesdeutsche Museen und Institutionen sind, zeigt der rege Schriftentausch, den der Jülicher Geschichtsverein 1923 pflegt. 70 Partner zählt der Verein inzwischen, dazu gehören so renommierte Einrichtungen wie die Rheinischen Vierteljahresblätter und das Germanischen National Museum Nürnberg. „Man sollte sich hüten, die lokale Geschichte abzuqualifizieren“, unterstreicht Vorsitzender Dr. Erwin Fuchs. Derzeit arbeitet der Verein an der Veröffentlichung des Doppelbandes 72/73 der Jülicher Geschichtsblätter betreffend die Jahre 2004/05. Darin enthalten die Dokumentation zu 100 Jahre Museum Jülich. Als Erscheinungdatum ist der kommende Frühling geplant. Bis dahin soll der Umzug, das heißt die Zusammenführung der Bibliothek des Geschichtsvereins mit dem Museum Zitadelle vollzogen sein. Diese war nötig geworden, weil im Ostflügel der Zitadelle, wo bis dato die Buchsammlung untergebracht war, der Schimmel Einzug gehalten hatte. Nachdem sich das Museum nach seinem Umzug aus dem Alten Rathaus ins Kulturhaus am Hexenturm neben der Stadtbücherei etabliert hat, wird die Zusammenlegung erfolgen. Regelmäßig für die Öffentlichkeit wieder geöffnet wird die Bibliothek dann im Frühjahr.

Einen erfreulichen Anstieg der Besucherzahlen verzeichnete die 17. Jülicher Bücherbörse (JüBüBö) Mitte Februar, die erstmals im Erdgeschoss des Ostflügels des ehemaligen herzoglichen Schlosses in der Zitadelle stattfand. Ein besonderer Erfolg war die Versteigerung alter Ansichten der Stadt Jülich, die komissarisch übernommen worden war. In diesem Jahr fällt die Bücherbörse, die traditionell am erste Sonntag nach Aschermittwoch abgehalten wird, auf den 5. März. Dann werden wieder überzählige Exemplare und seitenweise Schätzchen angeboten und sicher auch die jüngste Neuerscheinung im Jülicher Geschichtsverein 1923: Das Buch über den Marienbrunnen auf dem Kirchvorplatz der Propstei-Pfarre, das noch vor Weihnachten seinen Weg in die Buchhandlung gefunden hat. Auf diesem Wege unterstützt der JVG, der weiterhin als Beiratsmitglied das Lichtprojekt Jülich tätig ist, die geplante Illumination vo St. Maria Himmelfahrt. Von jedem – 12 Euro kostet das Buch – verkauften Exemplar fließt 1 Euro in das Lichtprojekt.

Mehr zu Verein und das Veranstaltungsprogramm gibt es auf der Homepage des Jülicher Geschichtsverein 1923


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