Ulkige Weltreise im Narrenschiff
Von tee [25.02.2017, 14.21 Uhr]

Vom Heimathafen Stadthalle aus legte das Narrenschiff der KG Ulk mit Leichtmatrosen, Kapitänen, reichlich tierischen Mitreisenden und allerlei bunten Gästen ab zur "Reise um die Welt", die sie zum Sitzungsmotto auserkoren hatten. Durch eine Luftballon-Meer ging es bei der sechsstündigen närrischen Kreuzfahrt, bei der auch manchen Konfetti-Kanone abgefeuert wurde.

Jürgen Elsen sorgte als Literat für reichlich Abwechslung auf dem Narrenschiff.

Jürgen Elsen sorgte als Literat für reichlich Abwechslung auf dem Narrenschiff.

Auf jecken Hochsommer war das Stimmungsbarometer eingestellt, das im Laufe der Sitzung stetig anstieg. Auf Kurs brachten als Steuermann Präsident Jörg Bücher mit seiner Mannschaft vom Kleinen Rat die Mitreisenden und hatten schon auf der erste Wegstrecke mit den Cheerleadern des 1. FC Köln auch Nicht-Fußball-Fans in Stimmung gebracht. "Da musst ich fast mitsingen", gestand ein Gladbachfan grinsend – wenn das kein Lob ist.

Für Schmunzeln und Schenkelklopfer sorgte das Bordprogramm mit Dieter Röder als "ne Knallköpp" und Hastenraths Will, vor dessen Verbalattacken auch die örtlichen Lokal- und Karnevalsprominenz nicht verschont blieb, das Rentnerpaar Willi & Ernst sowie dem Bauchredner Klaus, der seinem Affen nicht nur Zucker gab, sondern auch einige politische Unkorrektheiten in den Mund nahm.

Bei allem aufgebotenen Spektakel ist eins klar: Die KG Ulk ist da am besten, wo sie sich auf ihre eigenen Kräfte verlassen kann. Unermüdlich und von einer ungeheuer närrischen Kondition ist der Zeremonienmeister Frank Müller, der über die Bühne springt und tanzt und immer wieder für Stimmung im Publikum sorgt.

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Sorgte für einen Stimmungsorkan und ließ die Begeisterungswellen hoch an die Reling branden: Der Ulk-Chor mit optisch-gesanglicher Verstärkung.

Sorgte für einen Stimmungsorkan und ließ die Begeisterungswellen hoch an die Reling branden: Der Ulk-Chor mit optisch-gesanglicher Verstärkung.

Unverwechselbar, grandios war der Ulk-Chor, der die Reisegesellschaft auf den Höhepunkt zusteuerte und schließlich alle von den Stühlen riss. Stefan Stärk, Frank Lafos und Ferdi Wagemann präsentierten in musikalischer Form als heimgekehrte Expeditionsgruppe ihre Reiseziele von New York über Spanien und Paris letztlich zurück zum Kölschen Stammbaum. Das bereitwillige Publikum ließ sich zum Mitraten einladen und schmetterte verstärkt mit einem Senatorinnen- und Senatoren-Backround-und Action-Chor gemeinsam die bekannten Evergreens. Wunderbar in der Stimmvielfalt und Verwandlungskunst waren dabei Sabine Besselmann, Tina und Anna Schmitz, Beate Schiffer, Tom Hilgers und Stefan Handke, Undine Fuchs, Toni Wagemann, Paula Küppers auch als herausstechende "Front-Frau" Peter Plantikow im kleinen Roten.

Auf dieser Begeisterungswelle surfen mussten dann abschließend nur noch die Musiker der Brass & Marching Band "Querbeat". Sie stellten sich in Jülich – wie am Vorabend beim Kölner Karnevals-Gesangswettbewerb "Loss mer singe" geschehen – als Könner und erste unter vielen Mitbewerbern vor. Ihren neuen Song "Dä Plan" brachten sie natürlich ebenso wie die Klassiker wie "Stonn op un danz", "Tschingderassabum" oder "Nie mehr Fastelovend". Eine Super-Bühnenshow, in die der Kleine Rat geschmückt mir jeck-bunten Afro-Perücken und Bewegungsfreude einfiel. Das Publikum in der Stadthalle stand Kopf, tanzte auf den Stühlen und bat ausufernd um Zugaben, ehe das Narrenschiff sicher wieder im Hafen anlegte – von Bord gingen die Gäste darum noch lange nicht. Bei der After-Show-Party ging der Schwof bis in die Morgenstunden, wie das Seemannsgarn verlauten ließ.

Ulk-Präsident Jörg Bücher zeigte sich kurz nach der Sitzung mehr als begeistert: "Wenn man ein tolles Programm und so ein super Publikum hat, ist der Erfolg vorprogrammiert."

Einblicke ins "Familiealbum" gibt es hier

Ulkiges Reisefieber 1
Ulkiges Reisefieber 2
Ulkiges Reisefieber 3
Ulkiges Reisefieber 4
Ulkiges Reisefieber 5
Ulkiges Reisefieber 6


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