Geoarchäologische Forschungen im Mittwochsclub
Von Redaktion [20.11.2015, 20.43 Uhr]

 Die Landschaft vor knapp 6000 Jahren auf dem Gebiet der heutigen Ortschaften Koslar, Jülich und Inden. Bildnachweis: Mikko Kriek, Amsterdam / LVR-LandesMuseum Bonn).

Die Landschaft vor knapp 6000 Jahren auf dem Gebiet der heutigen Ortschaften Koslar, Jülich und Inden. Bildnachweis: Mikko Kriek, Amsterdam / LVR-LandesMuseum Bonn).

Im Rahmen des „Mittwochsclubs“ findet in der Schlosskapelle der Zitadelle Jülich ein weiterer Vortrag statt. Dr. Peter Fischer referiert am Mittwoch, dem 25. November 2015, um 19.30 Uhr über das Thema: Mensch, Natur, Landschaft – Geoarchäologische Forschungen zur Kulturlandschaftsentwicklung der niederrheinischen Lössgebiete.

Seit 2010 veranstaltet der Jülicher Geschichtsverein 1923 e.V. gemeinsam mit dem Museum Zitadelle Jülich und dem Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln eine Vortragsreihe zum Thema „Wissenschaft im Wandel der Zeit: 50 Jahre archäologische Forschung auf der Aldenhovener Platte“.

Im Mittelpunkt steht ein Rückblick auf die Forschungsgeschichte und eine Bilanz des Forschungsstandes. Gleichzeitig werden Perspektiven für die Archäologie im Tagebau aufgezeigt. Ziel ist es, die Archäologie der weltbekannten Aldenhovener Platte mit ihren teilweise spektakulären Ergebnissen mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Dieser Vortrag in der Reihe widmet sich der Entwicklung der Kulturlandschaft.

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Mit der Besiedlung der niederrheinischen Lössgebiete in der Jungsteinzeit und den damit einhergehenden menschlichen Eingriffen in den Naturhaushalt beginnt der Wandel von einer Natur- zur Kulturlandschaft. Die zahlreichen Fundstellen dieser frühen Besiedlungsphasen der Jungsteinzeit sind nicht nur archäologisch von zentraler Bedeutung, sondern liefern auch in ihrem geowissenschaftlichen Kontext wichtige Informationen der Landschaftsgeschichte und Landnutzung. Neue Studien zeigen, dass nicht nur Brandwirtschaftsweisen eine bedeutende Rolle zukommt, sondern auch bereits im Neolithikum Prozesse des Bodenabtrags einsetzen. Anhand ausgewählter Beispiele werden Grundzüge der Boden- und Reliefentwicklung vorgestellt.

Zum Vortrag sind Interessierte eingeladen.
Der Eintritt ist frei.


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