Mitgliederversammlung des Linnicher Geschichtsvereins

Gemeinnützigkeit und Glimbacher Keramik
Von Redaktion [17.02.2015, 13.05 Uhr]

Eine Satzungsänderung ist sicher der wichtigste Tagesordnungspunkt bei der Mitgliederversammlung des Linnicher Geschichtsvereins 1987.

Die Satzungsänderung ist der letzte formaljuristische Akt des Linnicher Geschichtsvereins 1987, um bei der Finanzverwaltung des Landes NRW Gemeinnützigkeit beantragen zu können. Durch die vom Finanzamt bescheinigte Gemeinnützigkeit erhofft sich der Geschichtsverein einen Imageeffekt, denn die Spendenmotivation einzelner Spender wird durch die steuerliche Begünstigung erhöht. Und auf diese Gelder ist ein kleiner Verein dringend angewiesen. Zudem werden bestimmte Zuschüsse ausschließlich oder bevorzugt an gemeinnützige Organisationen vergeben.

Treffpunkt zur Sitzung ist am Mittwoch, 25. Februar, um 19.30 Uhr im Café/Restaurant Jedermann in der Wohnanlage für Senioren und Behinderte, Schwarzer Weg 4.

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Im Rahmen der Mitgliederversammlung wird Gastreferent Simon Matzerath, Eberhard Karls Universität Tübingen, Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters, einen Kurzvortrag über sein aktuelles Projekt zur Aufarbeitung der „Glimbacher Keramik“ abhalten. Der im Rahmen des Projektes beabsichtigte Methodenvergleich an dem Material aus Glimbach, an dem auch die RWTH Aachen (Geographisches Institut) und Dr. Mommsen von der Universität Bonn beteiligt sind, ist international einzigartig.

Die Qualität der Produkte, die Distribution und allein die Präsenz von 16 Töpfern in der Ortschaft Glimbach im Jahr 1812 zeigen die besondere Bedeutung der Ware auf. Erste, aufwändig verzierte Scherben datieren schon in das 17. Jahrhundert und deuten auf einen Zusammenhang der Töpferei mit den am mittleren Rurtal aufgeschlossenen Reuver-Tonen. Der LGV, der sich als Geschichtsverein für Linnich und Ortschaften versteht, möchte sich als Förderer an dem Projekt beteiligen.


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