Kampfsportler aller Altersklassen beweisen ihr Können

Ohne Schweiß kein Preis
Von Redaktion [29.06.2014, 16.20 Uhr]

Stets im Sommer haben die Taekwondo-Kämpfer und -Kämpferinnen des Jülicher Kampfsportvereins "Korean Martial Arts - Taekyon e.V." Gelegenheit, ihr erlerntes Können vor den kritischen Augen einer Jury unter Beweis zu stellen. Nach monatelangen Vorbereitungen traten insgesamt 46 Prüflinge aller Altersklassen an.

Stolz präsentiert Großmeister Ralf Esser (ganz links) seine erfolgreichen Schützlinge.

Stolz präsentiert Großmeister Ralf Esser (ganz links) seine erfolgreichen Schützlinge.

Um die nächste Graduierung (Kup) zu erreichen, werden Leistungen in verschiedenen Disziplinen verlangt. Der Prüfungsablauf ist grundsätzlich für alle gleich. Er unterscheidet sich allerdings im Schwierigkeitsgrad. Es beginnt mit der sogenannten "Grundschule". Dies ist die Demonstration von Hand- und Fußtechniken sowie Stellungen. Dann folgt die "Poomse" (sprich: Puhmse, zu deutsch: Form), eine Art Schattenkampf gegen imaginäre Gegner. Hier werden die Grundtechniken in eleganter Art und Weise miteinander verknüpft und ähnlich einem Tanz vorgeführt. Das heißt, die Techniken werden nicht einfach schematisch aneinander gereiht, sondern dynamische, explosive Phasen wechseln sich mit Momenten der Ruhe und des Verharrens ab.

Je besser dem Formenläufer die Interpretation gelingt und je sauberer die Techniken ausgeführt werden, desto höher ist die erreichbare Punktzahl. In der nächsten Abteilung sind Partnerübungen zu absolvieren. Dazu gehören Stepübungen, Pratzenübungen, 1-Schritt-Kampf, Freikampfübungen und Selbstverteidigung. Für die Fortgeschrittenen kommt der sogenannte Bruchtest hinzu.

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Mit Stepübungen trainiert der Schüler Angriffs- und Ausweichbewegungen ohne aber tatsächlich Techniken zur Anwendung zu bringen. Bei den Pratzenübungen werden Angriffstechniken in Vollkontaktart angewendet. Dazu hält ein Partner ein oder zwei Schlagkissen (Pratzen) und der andere führt die Techniken aus. Beim sogenannten 1-Schritt-Kampf simuliert ein Kämpfer einen Angriff und sein Gegenüber wehrt die Attacke ab und führt einen Konter aus. Hierbei entsteht lediglich bei Abwehr ein Körperkontakt. Im Rahmen der wettkampforientierten Freikampfübungen müssen die Schüler Reaktion und Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Je nach Kup kommt es hier zum Semi-Kontakt oder auch mit entsprechender Schutzkleidung zum Voll-Kontakt.
Im Abschnitt Selbstverteidigung zeigen die Prüflinge wie man sich aus Haltegriffen befreit oder einen Angriff aus der Distanz, je nach Verhältnismäßigkeit der Mittel, abwehrt.

Nun müssen die fortgeschrittenen Schüler noch zum Bruchtest antreten. Die Aufgabe besteht darin, ein zwei Zentimeter dickes, 30x30 cm großes Brett mit einer Hand- oder Fußtechnik zu zerstören.

Hat der Prüfling diese schweißtreibenden Disziplinen hinter sich gebracht, darf er vor die Schranken der Jury treten und seine Kenntnisse der Theorie zum Besten geben. Dazu gehören Kenntnisse des philosophischen Ansatzes von Taekwondo, von koreanischen Begriffen und deren deutsche Bedeutung und insbesondere das Kennen der Notwehrparagraphen (§32 u. §33 StGB).

Ergebnisse im Einzelnen

Als besonderes Angebot lädt der Verein jedes Jahr in den Sommerferien interessierten Jungen und Mädchen von 6 bis > 66 zum kostenlosen Probetraining ein.

Weitere Informationen auf der Homepage www.kma-taekyon.de.


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