Sommerkonzert des Collegium Musicum Jülich

Geschöpfe des Prometheus und das Cello
Von Redaktion [13.06.2014, 16.13 Uhr]

Oliver Mascarenhas

Oliver Mascarenhas

Das diesjährige Sommerkonzert des Collegium Musicum Jülich findet am 14. Juni um 20 Uhr im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums Zitadelle unter der Leitung von Peter Sauerwein statt.

Eröffnet wird der Abend mit der Ouvertüre „Die Geschöpfe des Prometheus" von Ludwig van Beethoven. Dieses Musikstück leitete eine Ballettmusik ein, die seinerzeit sehr beliebt war, was wohl auch an den tanzenden Hauptdarstellern lag. Die Uraufführung fand 1801 statt. Das Libretto ging jedoch verloren, geblieben ist die Ouvertüre als Konzertstück. Dem aufgeklärten Bürgertum des 19. Jahrhunderts galt Prometheus als Spender des Feuers und Schöpfer eines freien, selbstbestimmten Menschen.

Joseph Haydn hinterließ in seinem umfangreichen Werk 2 Cello- Konzerte, von denen das D-Dur Konzert das bekanntere ist. Ursprünglich war das Werk für seinen Dienstherren, den Fürsten Esterhazy, komponiert worden. Dieser liebte das Baryton, eine Sonderform des Cellos. Gleichwohl stellt das Konzert hohe Ansprüche an das virtuose Können des Solisten.

Oliver Mascarenhas ist der Solist des Abends am Violoncello. Er wurde 1974 in Mönchengladbach geboren und kam schon in frühester Kindheit mit Musik und dem Cellospiel in Berührung. Den ersten und langjährigen Unterricht auf dem Instrument erhielt er bei seinem Vater. Später studierte er an der Musikhochschule Köln sowie der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Seit 1997 ist er Mitglied der NDR-Radiophilharmonie, spielte als Gast beim Philharmonischen Staatsorchester Hamburg sowie beim Symphonieorchester des Hessischen Rundfunks. Er ging als Solist auf Tournee in China und trat in Hannover zusammen mit Thomas Quasthoff auf. Besonders gern begeistert Oliver Mascarenhas junge Menschen für klassische Musik. So ist er Veranstalter exclusiver Crossover-Konzerte, in denen Klassik auf Jazz, Pop und HipHop trifft.

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1998 spielte er mit dem Collegium Musicum das Cellokonzert von AntonÍn Dvoøák. Beide haben diese Zusammenarbeit in sehr guter Erinnerung und freuen sich auf die Begleitung im Haydn-Konzert, in dem er, wie Oliver mitteilte, die Kadenz von dem großen Cellisten Maurice Gendron spielt. Sein Instrument ist ein "Gaffino Castagneri" aus dem Jahr 1746.

Ein völlig neues Klangbild zeigt sich, auch optisch, nach der Pause. Die großen romantischen Werke erfordern ein Mehrfaches an Streichern und besonders Bläsern, die gerade im 19. Jh. eine Weiterentwicklung erfuhren. Die heitere 8. Sinfonie von A. Dvoøák enthält viel Volksmelodik aus der geliebten böhmischen Heimat des Komponisten. Einer der ersten Dirigenten dieses Werkes schrieb an den Komponisten: "Es ist ein herrliches Werk, wir waren mit Freude und Enthusiasmus dabei".

Eintrittskarten kosten 14 Euro für Erwachsene, Schüler und Studenten zahlen 7 Euro und sind im Vorverkauf bei der Buchhandlung Fischer, Kölnstraße, und Musikstudio Comouth, Große Rurstraße, zu erwerben.

Hinweis: Wegen Bauarbeiten ist der stadtseitige südliche Eingang zur Zitadelle gesperrt. Zugang ist nur durch das Nordtor via "Am Wallgraben" möglich.


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