Vortragsreihe von Geschichtsverein und Museum Jülich

Pflanzen erzählen beim Mittwochsclub Geschichte(n)
Von Redaktion [24.04.2014, 16.25 Uhr]

Seit 2010 veranstaltet der Jülicher Geschichtsverein 1923 e.V. gemeinsam mit dem Museum Zitadelle Jülich und dem Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln eine Vortragsreihe zum Thema „Wissenschaft im Wandel der Zeit: 50 Jahre archäologische Forschung auf der Aldenhovener Platte“. Dr. Jutta Meurers-Balke stellt diesmal - am 30. April - das Thema vor: „Pflanzen erzählen Geschichte(n) – Die Aldenhovener Platte aus archäobotanischer Sicht“.

Im Mittelpunkt steht ein Rückblick auf die Forschungsgeschichte und eine Bilanzierung des Forschungsstandes. Gleichzeitig sollen Perspektiven für die Archäologie im Tagebau aufgezeigt werden. Ziel ist es, die Archäologie der weltbekannten Aldenhovener Platte mit ihren teilweise spektakulären Ergebnissen wieder mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

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Pflanzenreste auf archäologischen Ausgrabungen sind ebenso wie Steingeräte, Keramikscherben und Trachtbestandteile archäologische Funde, mit denen sich eine spezielle Forschungsrichtung, die Archäobotanik, beschäftigt. Bereits seit den 1960er Jahren hat Karl-Heinz Knörzer die Pflanzenreste von den Ausgrabungen auf der Aldenhovener Platte untersucht und im Laufe der Zeit wichtige Erkenntnisse zur Landwirtschaft und den angebauten Kulturpflanzen gewinnen können. Auf welche Weise sich die Lössbörden von einer kaum vom Menschen beeinflussten Naturlandschaft allmählich in einer Kulturlandschaft veränderten, vermitteln die Untersuchungen von Blütenstaub (Pollenanalyse). Der Vortrag vermittelt einen Einblick in die Fragestellungen und Methoden, zeichnet die Forschungsgeschichte nach und beschäftigt sich mit den aktuellen Forschungsfragen der Archäobotanik.

Zum Vortrag haben alle Interessierte freien Eintritt.


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