Friedrich Spee als Poet und Anwalt

Poetischer Mittwochsclub
Von Redaktion [17.03.2014, 08.09 Uhr]

Friedrich Spee von Langenfeld, wie ihn der Jülicher Künstler Arno Schlader im Jahr 2002 gesehen hat.

Friedrich Spee von Langenfeld, wie ihn der Jülicher Künstler Arno Schlader im Jahr 2002 gesehen hat.

Vielen ist der nicht bekannt: Friedrich Spee (1591-1635), doch kennen zugleich viele seine Lieder: „O Heiland reiß die Himmel auf...“ oder „Ihr Freunde Gottes allzugleich...“, Friedrich Spee gehört zu den bekannten Kirchenlieddichtern des Barock. Ihm widmet der Mittwochsclub von Jülicher Geschichtsverein 1923 e.V. und Museum Zitadelle in der Schlosskapelle der Zitadelle Jülich am 26. März einen Abend. Sibylle Korber referiert um 19.30 Uhr zum Thema: Friedrich Spee von Langenfeld – Barockpoet und Hexenanwalt.

Darüber hinaus war der Jesuitenpater aus Kaiserswerth, der in Trier wirkte, auch ein höchst brisanter Sachbuchautor. Als Beichtvater von zum Tode verurteilten Frauen, die wegen Hexerei angeklagt waren, war ihm bald klar: Diese Frauen hatten keine Chance, unter der Folter gestehen sie alles, auch wenn sie unschuldig sind.

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In der Nachfolge des jülich-klevischen Leibarztes Johann Weyer wagte er es, seine Argumente gegen Folter und Hexenglauben 1631 in dem Buch „Cautio Criminalis“ zu veröffentlichen. Der Vortrag beschäftigt sich mit der aufregenden Biografie dieses mutigen Jesuitenpaters zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, mit seinem Lebensthema Hexenverfolgung und mit seinen Liedern.

Der Eintritt ist frei.


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