Preis für Zivilcourage an Gabriel Bach
Von Redaktion [05.12.2013, 18.13 Uhr]

Der stellvertretende Chefankläger im Eichmann-Prozess, Gabriel Bach, erhält 2014 den Preis der Jülicher Gesellschaft. Gabriel Bach wird zur Preisverleihung Ende Januar 2014 mit seiner Gattin nach Jülich kommen. Er nimmt von der" Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz" die Auszeichnung für für Zivilcourage, Solidarität und Toleranz entgegen.

Gabriel Bach ist einer der bekanntesten israelischen Juristen. Geboren wurde er 1927 in Halberstadt, wuchs aber in Berlin auf. Die Familie floh über Amsterdam nach Palästina. Gabriel Bach: „Mein Vater hatte den siebten Sinn: es gelang uns immer zu fliehen, kurz bevor es zu spät war.“

Nach dem Krieg studierte Gabriel Bach Jura in London und schloss seine Studien mit Auszeichnung ab. 1953 kam er zur Staatsanwaltschaft in Israel und wurde 1960 neben Generalstaatsanwalt Hausner der zweite Chefankläger im israelischen Eichmann-Prozess. 1969 wurde Gabi Bach israelischer Generalstaatsanwalt. Später wirkte er bis zu seiner Pensionierung 1997 als Richter am Obersten Gericht Israels.

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Der Preis der Jülicher Gesellschaft wird ihm am 27. Januar 2014 verliehen. Die Laudatio hält der Präsident des Verwaltungsgerichts Aachen, Prof. Dr. Herbert Limpens.
Gabriel Bach wird der 18. Preisträger der Auszeichnung, die seit 2006 verliehen wird.
Sie wird alljährlich zum 27. Januar verliehen - dem Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz durch die „Rote Armee“. „Auschwitz“ ist das Synonym für die systematische Vernichtung der Juden Europas durch das Deutschland der Nazi-Zeit. „Eichmann“ ist das Symbol für die straffe Organisation des Völkermords.

Preisträger des Preises der Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz e. V.
für Zivilcourage, Solidarität und Toleranz:
2007: Helga und Dr. Jochen Range, Jülich
2008: Marijke Barkhoff, Linnich
2009: Norbert Thiel, posthum, Jülich, und Christel und Manfred Lammel, Nettersheim 2010: Heinz Bielefeldt, Charles Cervigne und Günther Schorn, Aldenhoven
2011: Ferdinand Esser, früher Titz, Direktor des Landschaftverbandes Rheinland i. R.
2012: Dr. Jan-Robert von Renesse, Hamm, Richter am LSG in Essen; Heribert Emunds, Dr. Hermann Josef Paulißen, Hubert Plum (alle Linnich).
2013: Dr. Thomas Kressner, Dr. Peter Jöcken, Hilda Swalve, Jülich bzw. Aachen.
2014: Gabriel Bach, Richter am Supreme Court Israels i. R., Jerusalem.


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