Freud und Leid bei den Dukes
Von Michael Felder [30.09.2013, 10.04 Uhr]

Christoph Postels

Christoph Postels

Die Verbandsliga Herren der Jülich Dukes mussten am vergangenen Samstag einen herben Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen. Beide Spiele gegen den direkten Konkurrenten aus Lulheim gingen auf heimischem Feld verloren. Die Softball Damen der Duchess verloren zwar auch beide Spiele ihres Doubleheaders gegen Neunkirchen, konnten sich aber dank eines beherzten Auftritts besser mit den Niederlagen anfreunden, als die männlichen Vereinskameraden einen Tag zuvor.


Es hätte so schön werden können. Vor gut drei Wochen starteten die Dukes mit einem Paukenschlag in die Abstiegsrunde und gewannen beide Spiele bei den Pulheim Gophers, gegen die man in der regulären Saison so gut wie nichts ausrichten konnte. Und nun tat sich am vergangenen Samstag sogar die Möglichkeit auf, mit zwei weiteren Siegen mit den Gophers auf dem rettenden Platz zwei gleichzuziehen.

Womit das Wort „hätte“ wieder an Bedeutung gewinnt. Dabei starteten die Hausherren ordentlich und führten früh mit 4:1. Auch zu Begin des zweiten Innings sah es so aus, als hätten die Dukes die Begegnung im Griff. Ein „Aus“ fehlte noch, um ohne gegnerische Punkte wieder in den Angriff wechseln zu können, als Pulheim zu einem Großangriff startete, der im Jülicher Totalschaden endete. Sieben Punkte erzielten die Gäste, auch dank zweier Homeruns, aus einer eigentlich ausweglosen Situation.

Dieses zweite Inning sollte der Knackpunkt im Spiel der Jülicher werden. Denn weder in der ersten, noch im der zweiten Partie des Tages konnten sich die Herzöge so recht von diesem Rückschlag erholen. Es zeigten sich an diesem sonnigen Samstag zu allem Überfluss die ersten Verschleißerscheinungen der langen Saison. Zwar stemmten sich die Herzöge, mit allem was sie noch mobilisieren konnten gegen die Niederlagen, doch reichte es nicht, die Gophers ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

Mit 09:15 und 05:16 gingen beide Siegen in den Kölner Speckgürtel. Die Dukes finden sich erst einmal wieder auf dem letzten der vier Plätze der Play-Down Tabelle wieder und haben noch drei Spieltage Zeit, den Klassenerhalt doch noch irgendwie zu schaffen.

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David Kuhnen am Schlag:

David Kuhnen am Schlag:

Für die Softball Damen der Duchess stand einen Tag später mit den Neunkirchen Nightmares ein ganz besonderer Leckerbissen auf dem Programm. Die 2. Mannschaft der Nighmares ist gespickt mit Junioren-Nationalspielerinnen, NRW-Auswahl- und Bundesliga-Spielerinnen und obwohl sie „nur“ den dritten Platz in der Tabelle einnehmen, eine der absoluten Attraktionen der Liga.

Und zu diesen Attraktionen der Liga dürfen sich auch immer mehr die Duchess zählen, denn mit welchem Teamgeist und welcher positiven Einstellung sie trotz aller Niederlagen in ihrer Premierensaison zu Werke gehen, ist beeindruckend. Nicht nur die eigenen Fans sondern inzwischen auch die Gegner zollen dieser vorbildlichen Einstellung Respekt.

Ein ganz netter Nebeneffekt stellte sich an diesem Sonntag auf dem Dukes Field auch noch ein: Die Damen passen sich dem Niveau der Gegner an, was in diesem Fall ein Segen für die zahlreichen Zuschauer war. Und da das Spiel nicht nur nach Barmen verlegt worden war, sondern auch gleich das Hinspiel nachgeholt wurde, durften gleich zwei Partien bewundert werden.

Die Dukes-Damen-Abteilung stellte die Nightmares in beiden Partien ein ums andere Mal vor unerwartete Probleme. Besonders im zweiten Spiel wurde den Neunkirchenerinnen alles abverlangt um den Premieren Sieg der Duchess zu verhindern. In den entscheidenden Situationen fehlte einfach noch das nötige Quäntchen Glück, das für die ganz große Überraschung nötig gewesen wäre. Am Ende stehen dann doch ein 26:8 und ein 20:10 für Neunkirchen zu Buche.

Doch Jülichs Softball Herzoginnen werden langsam flügge. Die Begegnungen werden offener, die Spielzüge sicherer und die Schläge härter. Es ist nur eine Frage der Zeit bis Coach Holger Fröhlich und seine Mannschaft die süßen Früchte der harten Arbeit ernten können. Ob dies nun beim letzten Spiel des Jahres am 03.10. in Barmen gegen die Siegen Phoenix Steelers oder erst in der nächsten Saison gelingt, ist dabei zweitrangig. Gewonnen haben alle, die an diese Mannschaft geglaubt und sich dafür eingesetzt haben schon jetzt.


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