Dukes siegen - Duchess unterliegen
Von Redaktion [17.07.2013, 18.40 Uhr]

Horst Pünzeler zeigte wie seine Teamkollegen die beste Offensiv Leistung des Jahres.

Horst Pünzeler zeigte wie seine Teamkollegen die beste Offensiv Leistung des Jahres.

Die Herrenmannschaft der Jülich Dukes konnte endlich den ersten Heimsieg des Jahres feiern. Zur Komplettierung des Jülicher Glücks behielten die Herzöge sogar erstmals in diesem Jahr in beiden Spielen die Überhand und feierten somit ihren erfolgreichsten und bislang besten Auftritt in der höchsten Spielklasse auf Landesebene. Für die Softballerinnen der Jülicher reichte es einen Tag später gegen den Tabellenführer aus Pulheim nur zu einer 7:38 Heimniederlage.

So ein kleines bisschen wurmte es die Spieler und Spielerinnen der Dukes ja doch langsam, das man den treuen Fans, die Woche für Woche zum Dukes Field in Barmen pilgern, noch keinen Heimsieg präsentieren konnte. Als erste der Mannschaften ist dies am Wochenende der Verbandsliga Mannschaft von Coach Pascal Caspers gelungen, die gegen die Solingen Alligators in beeindruckender Weise beide Spiele gewann. Dabei zeigten die Dukes gegen die Gäste aus Solingen in allen Bereichen eine perfekte Leistung.

Von Spielbeginn an übernahmen die Jülicher auf heimischem Geläuf das Kommando. Die Alligators schafften es zu keinem Zeitpunkt, in Führung zu gehen und die Hausherren nachhaltig unter Druck zu setzen. Vielmehr brillierte vor allem die Jülicher Defensive, die in beiden Spielen eine tadellose Leistung zeigte und ohne einen einzigen Fehler durch den Tag kam. Schlafwandlerisch sichere Spielzüge im Infield wechselten sich mit souveränen bis spektakulären Fly Outs des Outfields ab.

Auch die personellen Wechsel in der Aufstellung der Dukes zwischen Spiel eins und Spiel zwei wirkten sich nicht negativ auf die Leistung der Jülicher aus. Vielmehr zeigte man eine Stärke, die in so manchem Spiel dieser Saison verloren gegangen zu sein schien: Die Schlagstärke, für die Jülicher Teams seit jeher bekannt sind.

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Besonders im Auftaktspiel setzte man den gegnerischen Pitcher immer wieder unter Druck und nutzte die Fehler in der Solinger Verteidigung konsequent aus. Das funktionierte so gut, das die Begegnung beim Stande von 14:4 für die Jülicher aufgrund der Mercy Rule (Spielende bei mehr als zehn Punkten Vorsprung für eine Mannschaft) vorzeitig abgebrochen wurde. Ein wenig ungläubig nahmen Spieler und Fans den frühen Erfolg zur Kenntnis, hatte man doch zuletzt vor einem guten Jahr so souverän gesiegt.

Spiel zwei zeigte ein ähnliches Bild, auch wenn es bis zum dritten Inning dauern sollte, bis die ersten Punkte auf dem Scoreboard, also der Anzeigentafel erschienen. Auch gegen den nun stärkeren Werfer der Alligatoren setzten die Jülicher die Akzente und steuerten gegen Spielende mit einer 9:3 Führung auf den zweiten Sieg des Tages zu. Das Spielende kam dann wieder vorzeitig, allerdings ein wenig unrühmlich: Ein Solinger Spieler verletzte sich ohne gegnerische Einwirkung und konnte das Spiel nicht mehr fortsetzen. Da keine Einwechselspieler mehr bereitstanden, mussten die guten Unparteischen aus Köln das Spiel an dieser Stelle abbrechen, da in der Verbandsliga eine Mannschaft nicht in Unterzahl weiter spielen darf.

Zum ersten Mal konnten die Jülich Dukes beide Spiele eines Verbandsliga-Doubleheader für sich entscheiden. Die Anfangs aufgrund des Spielabbruchs etwas zurückhaltende Freude über die Siege drei und vier machte mehr und dem wohligen Gefühl Platz, eine richtig gute Leistung gezeigt und zwei verdiente Erfolge eingefahren zu haben. Beeindruckend, wie geschlossen die Dukes auftraten und jeder einzelne seinen Beitrag zum Erfolg der Mannschaft einbringen konnte.

Urplötzlich melden sich die Herzöge als Schlusslicht auf Platz acht sogar im Abstiegskampf zurück, denn nun fehlen nur noch zwei Siege, um mit den Vorletzten der Tabelle, den Ratingen Goose Necks, gleichzuziehen. In den verbleibenden Spielen gilt es, sich eine gute Ausgangsposition für die Abstiegs-Play Offs zu schaffen, um vielleicht für eine große Überraschung zu sorgen.

Bereits nächsten Samstag kann dieses Vorhaben angegangen werden, wenn ab 13:00 Uhr auf dem Dukes Field in Barmen die Pulheim Gophers, sechster der aktuellen Tabelle, zu Gast sind.

Die Softball-Damen der Gophers haben sich auf dem Dukes Field bereits am vergangenen Sonntag häuslich eingerichtet und einen ungefährdeten 38:7 Erfolg gegen die unerfahrenen Duchess eingefahren. Die Jülicher Softballerinnen hatten dem Tabellenführer wie zu erwarten war nicht viel entgegenzusetzen, konnten aber mit der gezeigten Leistung mehr als zufrieden sein.

Wie einen Tag zuvor beim Doppel-Sieg der Herrenmannschaft säumten zahlreiche Anhänger das Spielfeld und sorgten für eine Atmosphäre, von der viele andere Base- oder Softball Clubs nur träumen können. Jede gelungene Aktion der Damen wurde, obwohl die Niederlage längst feststand, lautstark gefeiert und das Team nach Spielschluss mit LaOla-Welle verabschiedet.

Mit dieser Unterstützung dürften die Damen ihre erste Saison mit Leichtigkeit überstehen, um mit der Zeit durch gute Leistungen diese bedingungslose Unterstützung zurückzahlen zu können. Die Geduld wird sich mit der Zeit auszahlen, schließlich haben auch die heute erfahrenen Dukes-Herren einmal klein angefangen und sich mit der Zeit in die höchste Klasse auf NRW Ebene hochgekämpft.


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