Begegnung mit dem „Jülich von früher“
Von Redaktion [21.05.2013, 18.02 Uhr]

Vor dem Kulturbahnhof (von links): Vorsitzender Wolfgang Gunia, Filmkommentator Dr. Peter Nieveler, stellvertretender Vorsitzender Peter Schmitz und Gastgeber und KuBa-Chef Cornel Cremer.

Vor dem Kulturbahnhof (von links): Vorsitzender Wolfgang Gunia, Filmkommentator Dr. Peter Nieveler, stellvertretender Vorsitzender Peter Schmitz und Gastgeber und KuBa-Chef Cornel Cremer.

Ein Wiedersehen mit Jülich vor seiner Zerstörung erlebten fast 60 Mitglieder und Freunde der Senioren Union Jülich im Kulturbahnhof. Gezeigt wurden Stummfilme über Jülich von Zahnarzt Dr. Raoul Beyss, die dieser Anfang der 40er Jahre, die Dr. Peter Nieveler mit Kommentaren anreicherte.

Die Zuschauer erlebten ihre Heimatstadt von einst mit prächtigen Geschäftshäusern und Fabrikantenvillen, dem Alten Rathaus, den zahlreichen alten Kirchen, der Zitadelle mit ihren Denkmalen, den schönen Anlagen in der Stadt und im Bereich des Brückenkopfes. Auch das Alltagsleben von einst mit den Verkehrsmitteln, den Geschäften und Fabriken und den so anders gekleideten Menschen wurde lebendig. Für viele der anwesenden Jülicher Senioren wurden Erinnerungen an ihre eigene Kindheit und Jugend in der Stadt Jülich wach.

Rufe wie „In dem Geschäft habe ich damals Süßigkeiten gekauft“ und ähnliche waren zu hören. Peter Nieveler verstand es gut, die Bilder von einst mit Leben zu füllen, was nicht verwundert, da er selbst die Geschichte der Stadt bestens kennt und das alte Jülich in seiner Kindheit noch erlebte.

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Dem Film über das noch unzerstörte Jülich, der einige mit Wehmut erfüllte, schloss sich ein Film mit amerikanischen Luftaufnahmen über das zerstörte Jülich an. Nur mit Mühe konnten sich die Zuschauer in der Stein- und Wasserwüste der völlig zerstörten Stadt anhand einiger markanter Ruinen orientieren. Trauer und Betroffenheit waren manchem anzusehen.

Im Anschluss an die Filme stellte der Hausherr des Kulturbahnhofs (KuBa), Cornel Cremer, sich und sein Haus den Gästen vor, Er berichtete über die regelmäßigen sehr gut besuchten Filmabende mit ihrem bescheidenen Eintrittspreis von 5 Euro, von den Kulturveranstaltungen und vom Leben und Treiben im Hause, vom Biergarten und der Gaststätte und ermunterte die Senioren, sich dort auch mal umzusehen.

Zum Abschluss bedankte sich der Vorsitzende Wolfgang Gunia herzlich bei seinem Vertreter Peter Schmitz, der die Idee zu dieser Veranstaltung hatte, und bei den beiden Referenten. Er erinnerte an die bevorstehenden Veranstaltungen der Senioren Union, unter anderem die Mehrtagesfahrt nach Straßburg zum Europaparlament und die nächste Montagsrunde zum Thema „Öffentlicher Nahverkehr in Jülich“.


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