Geologische Exkursionen ins Rurtal
Von Redaktion [18.04.2013, 08.27 Uhr]

Blick nach Süden auf die Glimbacher Kirche. Foto: Simon Matzerath

Blick nach Süden auf die Glimbacher Kirche. Foto: Simon Matzerath

Der nächste Mittwochsclub von Jülicher Geschichtsverein 1923 e.V. und Museum Zitadelle Jülich findet am 24. April um 19.30 Uhr in der Schlosskapelle der Zitadelle Jülich statt. Der Tübinger Doktorand Simon Matzerath referiert über das Thema: "Geologische Exkursionen ins Rurtal – Aufschlüsse und Fundstellen zwischen Niederzier und Hückelhoven".

Das mittlere Rurtal durchschneidet die Niederrheinische Lössbörde. Die Entstehung des Tales ist unter anderem auf tektonische Bewegungen zurückzuführen. Der Vortrag wird in Beispielen aus einem Raum zwischen Niederzier und Hückelhoven Einblicke in die Geologie des Rurtals liefern. Im Fokus stehen die letzten etwa 2 Mio. Jahre mit ihrer wechselhaften Klima- und Umweltgeschichte im sogenannten Eiszeitalter.

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In dieser Zeit haben sich die skandinavischen Gletscher bis an den Niederrhein ausgedehnt. Ein Anliegen des Vortrages ist es, Bezüge zwischen dem geologischen Untergrund und der historischen Kulturlandschaft herzustellen. Themen sind dabei Feuersteinlagerstätten und ihre Ausbeutung durch den Neandertaler, moderne Ziegeleigruben am Beispiel der Grube Coenen in Linnich-Körrenzig und die Entstehung lokaler Töpferindustrie. Ein größerer Teil des Vortrages widmet sich neuen Forschungsergebnissen zur eiszeitlichen Tierwelt. Im Mittelpunkt stehen 40.000 Jahre alte Reste von Höhlenlöwe, Wollnashorn, Mammut und Hyäne.

Der Eintritt ist frei.


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