Mittwochsclub im Februar

Wunsch über die NS-Ordensburg Vogelsang
Von Redaktion [21.02.2013, 08.53 Uhr]

Ordensburg Vogelsang. Ankunft zur Kreisleitertagung vom 22.-29.04.1937; Busse auf dem Parkplatz (Foto: Deutsches Bundesarchiv).

Ordensburg Vogelsang. Ankunft zur Kreisleitertagung vom 22.-29.04.1937; Busse auf dem Parkplatz (Foto: Deutsches Bundesarchiv).

Die NS-Ordensburg Vogelsang und die nationalsozialistische Durchdringung der Nordeifel – „Eifelinvestment“? Dieser Frage stellt sich der Historiker Stefan Wunsch am Mittwoch, 27. Februar, beim Mittwochsclub von Jülicher Geschichtsverein und Museum Zitadelle in der Schlosskapelle der Zitadelle. Vortragsbeginn ist um 19.30 Uhr.

Die ab 1934 errichtete NS-Ordensburg Vogelsang kann als bedeutender Faktor für die nationalsozialistische Durchdringung der Nordeifel betrachtet werden. Der Vortrag zeigt auf, inwieweit die „Ordensburg“ auch ein Stück „Eifel-Investment“ darstellte, einen wichtigen Baustein nationalsozialistischer Infrastrukturmaßnahmen und der Wirtschaftsförderung.

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Darüber hinaus diente das NS-Prestigeobjekt über dem Urftsee auch als wichtige Plattform für politische und kulturelle Propaganda in die Region hinein. Vogelsang sollte als Vorposten der Partei und Bühne für die Akteure der NS-Bewegung fungieren und wurde nicht nur in der „Eifeler“ Öffentlichkeit, sondern im gesamten Gaugebiet – durch Fahrten, Veranstaltungen und Presseartikel – als nationalsozialistisches Großprojekt bekannt gemacht. Eine differenzierte Betrachtung und regionalgeschichtliche Einbettung kann auch soziale Verflechtungen und alltägliche Kontakte im unmittelbaren Umfeld der „Ordensburg“ aufzeigen.

Der Eintritt ist frei.


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