Mittwochsclub im März

Aldenhovener Platte mehr ins Bewusstsein rücken
Von Redaktion [18.03.2012, 08.42 Uhr]

Bronzezeitlicher Hortfund, um 1000 v. Chr., aus Inden-Altdorf.

Bronzezeitlicher Hortfund, um 1000 v. Chr., aus Inden-Altdorf.

Das Museum Zitadelle Jülich hat gemeinsam mit dem Jülicher Geschichtsverein 1923 e.V. und dem Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln eine Vortragsreihe zum Thema „Wissenschaft im Wandel der Zeit, Zwischenbilanz zu 50 Jahren archäologischer Forschung auf der Aldenhovener Platte“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, in den kommenden Jahren die Archäologie der weltbekannten Aldenhovener Platte mit ihren teilweise spektakulären Ergebnissen wieder mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Dr. Hendrik Kelzenberg referiert am Mittwoch, 28. März, um 19.30 Uhr in der Schlosskapelle Jülich über das Thema: „Neue Forschungen zur Bronze- und Eisenzeit auf der Aldenhovener Platte“.

Der aktuelle Vortrag liefert einen fundierten Überblick zur Besiedlungsgeschichte der Aldenhovener Platte und des Rheinlandes in den beiden Jahrtausenden vor Christi Geburt. Am Beispiel einer Siedlung von Jülich-Bourheim zeichnet der Referent ein vielfältiges Lebensbild der sogenannten Bronze- und vor allem der Eisenzeit innerhalb der Niederrheinischen Lössbörde nach. Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Frage, in wieweit Veränderungen im Siedlungsgefüge im Zusammenhang mit gesellschaftlichem Wandel stehen.

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Zunächst zeigt der Quellenstand eine weithin aufgesiedelte Landschaft mit großflächigen, aus wenigen Hofplätzen bestehende Streusiedlungen. In der Mittel- bis Spätlatènezeit kann ein differenziertes Siedlungsgefüge mit Einzelgehöften, dorf- oder weilerartigen Ansiedlungen und befestigten Plätzen mit unterschiedlicher Funktion nachgewiesen werden. Für diese Zeit muss eine komplexere Gesellschaftsstruktur vorausgesetzt werden. Ein wichtiges Anliegen des Vortrages ist es, auch für die Urnenfelder- bis Frühlatènezeit eine differenzierte Siedlungslandschaft aufzuzeigen. Es ergeben sich neue Fragen zu Wirtschaftsweise, Kult und Gesellschaft.

Der Eintritt ist frei.


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