Wo Worte zur Ruhe kommen
Von Redaktion [22.09.2010, 08.55 Uhr]

„Wo Worte zur Ruhe kommen“, unter diesem Titel zeigt der Kunstverein Jülich bsi Sonntag, 3. Oktober, im Hexenturm die Ausstellung von Ingeborg Schmidthüsen mit gefalteten Büchern und Arbeiten aus Papier.

Es ist schwierig, der Vielgestaltigkeit ihrer Objekte beschreibend gerecht zu werden, wesentlich leichter ist es, sich einfach auf die Ästhetik ihrer Arbeiten einzulassen. So bearbeitet sie z.B. die Seiten eines antiquarischen Buches „de initiatione Christi" mit unendlich scheinender Geduld so, dass aus den Faltungen das Symbol des Kreuzes entsteht.

Wörterbücher werden geöffnet und rhythmisch gefalzt, verschließen ihren eigentlichen Inhalt und erschließen somit einen neuen Zugang zum Thema Buch an sich. Auch in ihren Arbeiten aus Papier - von der Tageszeitung bis zum erst auf den dritten Blick wieder erkennbaren Eierkarton - versteht die Künstlerin es dem Grundstoff neue visuelle Qualitäten zu entlocken und im wahren Sinne des Wortes „einzubinden

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Ingeborg Schmidthüsen selbst beschreibt ihren Impetus so: „ Mein künstlerisches Anliegen ist es den ganz und gar spezifischen Charakter des Materials zum Vorschein zu bringen, mich von dem leiten zu lassen, was das Material vorgibt, was es an Möglichkeiten zu entfalten vermag und welche Grenzen es einer weiteren Bearbeitung setzt."

Diese Ausstellung ist geöffnet freitags 15 -18 Uhr, samstags und sonntags von 11-18 Uhr


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