Jülicher Pilgerroute wird auf den Weg gebracht

Es passte wie durch ein Wunder…
Von Dorothée Schenk [25.03.2010, 17.05 Uhr]

Das Schönstattkapellchen im Schatten der Selgersdorfer Pfarrkirche lädt künftig auf dem Jülicher Pilgerweg zum besinnlichen Verweilen ein.

Das Schönstattkapellchen im Schatten der Selgersdorfer Pfarrkirche lädt künftig auf dem Jülicher Pilgerweg zum besinnlichen Verweilen ein.

Wenn Eine eine Reise tut… dann kommt sie voller Ideen zurück. Das zumindest war im Fall von Anke Keppel so. Die Pfarrgemeinderatsfrau aus Koslar entdeckte im evangelisch-friesischen Wangerland eine Kirchen-Route und ihr Wunsch stand fest: Das soll es im Jülicher Land auch geben.

14 Kirchengemeinden liegen in der GdG Heilig Geist Jülich in einem Radius von zehn Kilometern rund um die zentrale Propsteikirche. Eine solche Strecke ist sowohl per Pedes als auch per Pedalo durchaus zu bewältigen. Der Charme an dem Vorhaben: Es stärkt den Gemeinschaftssinn des seit drei Jahren besiegelten großen Gemeindebundes und die Gläubigen haben einen Anreiz, die Nachbar-Pfarren und Gotteshäuser auch zu besuchen.

„Die Dörfer und Ortschaften unserer GdG Heilig Geist bergen eine Vielzahl schöner Kirchen und Kapellen, die Zeugnisse unseres Glaubens und unserer Kultur sind“, heißt es im Erstentwurf des Flyers. Ganz „nebenbei“ wird also nicht nur die Neugier gestillt, sondern der Christ tut auf dem Jülicher Pilgerweg etwas für seine körperliche und geistige Erneuerung.

Die Idee inspiriert, wie gleich zu merken ist. Schnell hatte Anke Keppel begeisterte Mitstreiter in Dr. Peter Nieveler und Cordula Schmitz aus Selgersdorf sowie Norbert Freudenberg aus Bourheim, der bereits das Logo für die Weggemeinschaft Jülich Süd-West entworfen hat, gefunden.

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Ein erster Entwurf für das Siegel Jülicher Pilgerweg, dass an das GdG-Siegel angelehnt ist.

Ein erster Entwurf für das Siegel Jülicher Pilgerweg, dass an das GdG-Siegel angelehnt ist.

Überall, wo sie ihren Plan vortragen, sprießen frühlingsgleich Vorschläge wie Knospen: Von spirituellen Angeboten über Kinderquiz und Pilger-Rast-Möglichkeiten reicht die Vielfalt an Gedankenspielen. Bislang zündete die Idee im GdG-Rat und dem kirchenfinanzverwaltenden Kleinen Gemeindeverband (KGV). Derzeit wird in den einzelnen Pfarrgemeinderäten beraten. Bis Anfang Juni sollen die Ergebnisse zusammengetragen werden.

Zu allererst kostet das Projekt „Jülicher Pilgerweg“ aber Geld: Wegekarten, Pilgerpässe und individuelle Stempel müssen konzipiert und natürlich auch produziert werden. Maximal 500 Euro, so kalkuliert das Initiatoren-Quartett, müssen pro Gemeinde eingebracht werden. Keine Vermutung, eine fundierte Hoffnung besteht, dass durch ein neues, seit Anfang 2010 installiertes Förderprogramm des Bistums Aachen ein ansehnlicher Teil der Mittel aufgebracht werden kann. „Es passte wie durch ein Wunder“, freut sich Anke Keppel und plant gleich weiter: Schilder sollen den Pilgern die Wege weisen. „Das ist die Ausbaustufe für 2011“, mahnt Norbert Freudenberg.

Allerdings mit begründeter Annahme zum Erfolg, denn in einer so genannten „Verstetigungsförderung“ des neuen Bistums-Programms werden genau für solche Projekte Gelder frei gemacht. Bis dahin soll auch das Pilgerweg-Team stehen, an dem neben den vier Vorreitern Ansprechpartner aus jeder Pfarre teilnehmen sollen. Erste Aktionen werden für den Sommer geplant. Das Ziel: Das Projekt bekannter zu machen und eine hohe Akzeptanz auch unter den Gläubigen zu finden. In einer erweiterten Form ist auch an ökumenische Verbindungen gedacht. Hierzu soll Kontakt mit Pfarrerin Karin Latour aufgenommen werden. „Die Genesis hat ja auch nicht nur einen Tag gedauert“, betont Freudenberg schmunzelnd.

Große Potentiale sieht die Koslarerin Keppel in diesem Projekt, denn „solange immer neue Ideen entlang des Pilgerweges entstehen, ist es möglich, dass Kirche vor Ort Flagge zeigt und aus seinen eigenen Mauern herauskommt.“


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