Diözesanrat will bewusst bewegen

Autofasten-Aktion stellt alternative Wagen vor
Von Dorothée Schenk [15.03.2010, 17.16 Uhr]

Reiner Loevenich und Hans-Peter Katz informierten über die Aktion Autofasten

Reiner Loevenich und Hans-Peter Katz informierten über die Aktion Autofasten

Neue Sichtweisen entwickeln, das ist laut Hans-Peter Katz das Ziel der Autofasten-Aktion des Diözesanrates der Katholiken. Keine halben Sachen gibt es daher zur Premiere im Bistum Aachen: Zum Programm gehörte eine besondere Fahrzeugschau auf dem Verkehrsübungsplatz Koslar.

Bei strahlendem Sonnenschein parkte eine Flotte von Autos mit niedrigem Benzinverbrauch auf dem Gelände vor den Toren von Jülich. „Die Händler vor Ort haben wunderbar mitgezogen“, zeigt sich Katz begeistert. Informiert wurde auch über Autos mit Hybrid- und Elektromotoren sowie das Tanken von alternativem Rapsöl. Gemeinsam mit Reiner Loevenich und Heribert Rychert hat er angeregt durch die europäische Nachbardiözese Luxemburg – die bereits 12 Jahre Erfahrung mitbringen – die 1. Autofasten-Aktion initiiert und in Jülich im Verein P.R.O. e.V. und der Verkehrswacht Jülich Partner gefunden. Es war die zweite von fünf flankierenden Veranstaltungen der Aktion.

„Fasten heißt nicht Askese“, erklärt Katz. Die Menschen sollen sich aber bewusster in ihrer Umwelt bewegen und natürlich auch wenn möglich einmal mehr umsteigen: „Die Fahrt mit dem Auto zum Bäcker ist für Autofaster natürlich tabu!“ Blind ist der Diözesanrat aber nicht gegenüber der Realität, die Mobilität verlangt: Fahrgemeinschaften bilden oder Car-Sharing nutzen können da Alternativen sein. Die Erfahrung zeige, so Katz, dass 60 Prozent der Mitfaster ihr Mobilitätsverhalten ändern würden.

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Zwei wissenschaftliche Arbeiten sind Grundlage dieser Aussage. Im kommenden Jahr möchte das Initiatoren-Trio auch die Nachbarbistümer Münster und Paderborn an Bord holen und dann mit dem NRW-Ticket locken. Derzeit sind der NVV (Mönchengladbach-Heinsberg) und der Aachener AVV beteiligt.

Die Schirmherrschaft hat die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Christa Thoben übernommen.

Die Abschlussveranstaltung findet wieder in der Region Düren statt: In Kooperation mit dem DORV-Projekt findet eine im Pfarrheim Jülich-Barmen am Freitag, 26. März, zum Thema „Zukunftsfähige Mobilität im ländlichen Raum“ eine Diskussion um 19 Uhr statt. Informationen zur Aktion Autofasten unter www.dioezesanrat-aachen.de.


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