Jülicher Bahnhof erweitert

Fast 6000 Gäste fahren täglich auf die Schiene ab
Von Arne Schenk [08.07.2005, 16.34 Uhr]

Jetzt geht‘s los: Die Schippe bis zum Schaft in den Boden gerammt und…

Jetzt geht‘s los: Die Schippe bis zum Schaft in den Boden gerammt und…

„Wir sind froh, ein weiteres sichtbares Symbol des Aufschwungs der Rurtalbahn vorstellen zu können“, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn beim Spatenstich für den zweiten Bahnsteig im Bahnhof Jülich. Damit hätte sich das beharrliche Wirken von Josef Krott, der permanent im Aufsichtsrat für eine Behebung des provisorischen Zustandes plädierte, letztendlich positiv ausgewirkt.

Von den 5800 Fahrgästen, die alltäglich Gebrauch ab Düren von der Rurtalbahn machen, fahren über 3000 in den Nordkreis. Seit Einrichtung der Strecke nach Linnich hat sich der nördliche Betrieb um 900 Mitfahrer erweitert. Insbesondere durch das erhöhte Schüleraufkommen war der vorhandene einzelne Bahnsteig schlicht überlastet. Das Provisorium, das in den vergangenen drei Jahren als Haltepunkt für die Fahrgäste diente, hat somit spätestens zum neuen Schuljahr ausgedient. Am kommenden Montag sollen die geplanten vierwöchigen Bauarbeiten beginnen.

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…Landrat Wolfgang Spelthahn, Rurtalbahn-Geschäftsführer Achim Schmitz, Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel und Aufsichtsratsmitglied Josef Krott (von links) stechen in Land.

…Landrat Wolfgang Spelthahn, Rurtalbahn-Geschäftsführer Achim Schmitz, Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel und Aufsichtsratsmitglied Josef Krott (von links) stechen in Land.

Dann entsteht, etwa 25 Meter versetzt von dem Behelfsbahnsteig, ein behindertengerechter Haltepunkt in direkter Nähe zum Parkplatz. Dieser besitzt nicht nur eine Rampe für Rollstuhlfahrer sondern auch eine besondere Pflasterung für Blinde, die von deren Taststock gut „erfühlt“ werden könne. Zudem sorgen weiße und graue Steine dafür, dass sie auch von Menschen mit Sehbeschränkungen wahrgenommen werden können. 160 000 Euro koste diese Maßnahme unter Zuhilfenahme eines Zuschusses aus dem Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungsgesetzes (GVFG), erklärt Dipl.-Bauingenieur Alfred Berrisch, Abteilungsleiter Planung bei der Rurtalbahn.

Ihr große Freude brachten auch die Vertreter der Interessengemeinschaft Rurtalbahn, Hansbert Schruff und Michael Escher zum Ausdruck. „Die Fahrgäste treten hauptsächlich wegen zweier Dinge an uns heran, entweder wenn die Züge zu selten fahren oder wenn sie zu voll sind.“ Und letzteres finde immer häufiger im Nordkreis statt. Hierauf reagierte die Rurtalbahn stets prompt. Worum sich die Betreiber aber nicht tag und nacht kümmern könnten, sei es, dem Vandalismus Einhalt zu gebieten. Daher forderte Wolfgang Spelthahn auch in seiner Eigenschaft als „Polizeichef“, ein Auge darauf zu haben, wenn wieder am Bahnsteig Flaschen zerschlagen oder Schmierereien veranstaltet werden. „Die Bürger sollten nicht wegsehen, sondern durchaus zum Telefon greifen.“ Anrufe würden vertraulich behandelt. Der Jülicher Bürgermeister Heinrich Stommel pflichtete dem Landrat bei. Immerhin sei der Bahnhof und somit auch der Bahnsteig öffentliches Eigentum, womit mit dem Vandalismus jeder Einwohner der Stadt wie auch des Kreises geschädigt würde. Ansonsten zeigte sich Heinrich Stommel „froh, dass wir die Rurtalbahn haben“. Damit seien „wir alle Gewinner“. Und als zukünftige Augabe sei der Ausbau der Bahn nach Baal geplant, damit die lang ersehnte Anbindung nach Düsseldorf erfolge.

Bahnverbindungen der Rurtalbahn


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