Caritas-Trägergesellschaft West übernimmt Malteser Klinik in Jülich

Elisabeth-Krankenhaus bleibt katholisch
Von Dorothée Schenk [11.07.2009, 20.12 Uhr]

Der Kaufvertrag ist unterzeichnet: Nach einjähriger Verhandlung übernimmt die Caritas Trägergesellschaft West gGmbH (ctw) das Malteser Krankenhauses in Jülich. Was noch fehlt ist die Zustimmung des Kreises Düren.

Ende einer Ära: Der Malteser-Orden übergibt nach 22 Jahren das Krankenhaus in Jülich an die Caritas Trägergesellschaft West (ctw).

Ende einer Ära: Der Malteser-Orden übergibt nach 22 Jahren das Krankenhaus in Jülich an die Caritas Trägergesellschaft West (ctw).

Damit ist eine Schließung des Jülicher Krankenhauses vom Tisch, über die bereits mehrfach spekuliert worden war. Karl Prinz zu Löwenstein vom Malteserorden hatte für die Geschäftsführung bereits im Dezember verlauten lassen: „Eine Schließung ist keine Option. Das Krankenhaus steht für mehr als 20.000 stationäre und ambulante Patienten im Jahr.“

Mit dem notariellen Vertrag übernimmt die ctw in der neu gegründeten St. Elisabeth-Krankenhaus Jülich GmbH durch Ass. jur. Gábor Szük und Dipl.-Kfm. Bernd Koch die Geschäftsführung. Über einen so genannten Geschäftsbesorgungsvertrag kann sie Weichenstellungen für die künftige Arbeit vornehmen. Juristisch wirksam wird die Übernahme erst durch die Zustimmung des Kreises Düren. Hintergrund: 1987 kaufte der Orden das Jülicher Haus vom Eigner Kreis Düren unter der Bedingung, dass der Betrieb des Krankenhauses unbefristet gewährleistet wird. Aus diesem Grund muss der Kreistag dem Trägerwechsel zustimmen. Die nächste Sitzung des Kreistages ist laut Website am 27. Oktober.

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Vertragsunterzeichnung:  v.l.n.r.: Dipl.-Volkswirt Georg Schnelle (MTG), Karl Prinz zu Löwenstein (MTG), Notar Dr. Hagen Monath und für die ctw als Geschäftsführer Gábor Szük und Dipl.-Kfm. Bernd Koch

Vertragsunterzeichnung: v.l.n.r.: Dipl.-Volkswirt Georg Schnelle (MTG), Karl Prinz zu Löwenstein (MTG), Notar Dr. Hagen Monath und für die ctw als Geschäftsführer Gábor Szük und Dipl.-Kfm. Bernd Koch

Die inhaltliche Arbeit beginnt allerdings sofort: Sicherlich werden vor allem die Synergiepotenziale zwischen dem Jülicher Krankenhaus und dem St. Josef-Krankenhaus Linnich, das bereits in ctw-Trägerschaft ist, geprüft. Ausdrücklich, so Pressesprecher Kaya Erdem, ist der Sinn der Übernahme nicht in Einsparungen zur Gewinnmaximierung zu sehen, sondern in der sinnvolle Ergänzung in einem medizinischen Netzwerk. Außerdem ist der offiziellen Verlautbarung zu entnehmen, dass beiden Vertragspartnern wichtig ist, dass das St. Elisabeth Krankenhaus in katholischer Trägerschaft bleibt und nach christlichen Grundsätzen geführt wird. Von einer Übernahme verspricht sich ctw-Geschäftsführer Gábor Szük, dass beide Häuser „wirtschaftlich erfolgreicher arbeiten können, als unter Konkurrenzbedingungen“. Die ctw unterhält neben Pflegeeinrichtungen drei Krankenhäuser im Kreis Düren.

Bereits am 3. Juli wurden die rund 300 Jülicher Mitarbeiter in dem 173-Betten-Haus informiert. Erklärtes Ziel der ctw ist es, Arbeitsplätze zu sichern. Entscheidungen über künftige personelle Besetzung „werden in enger Abstimmung mit der Malteser Trägergesellschaft getroffen“, wie Erdem betonte.


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