Seit zwölf Jahren malt Hedi Frankenne ihre Lichtgestalten

Mut und Kraft durch Engel
Von ars/tee [16.12.2008, 08.25 Uhr]

Engel sind Männer mit Flügeln. Oder nicht? Es seien keine Personen sondern Energie, empfindet es die Aachener Künstlerin Hedi Frankenne. In einer Ausstellung in der evangelischen Christuskirche in Jülich zeigt die Katholikin ihre Lichtgestalten.

Künstlerin Hedi Frankenne (r) im Gespräch mit Elke Bennetreu

Künstlerin Hedi Frankenne (r) im Gespräch mit Elke Bennetreu

„Man sieht sie nicht, man hört sie nicht, aber man fühlt sie, kann sie ansprechen und um Hilfe bitten.“ Um einen Engel zur Seite zu haben, der hilft, die richtigen Worte zu finden, den richtigen Ton anzuschlagen, wenn beispielsweise die Bitte um Verzeihung angesagt ist. „Engel haben keine Flügel sondern Schwingen“, meint die Malerin, „Flügel sind zu wenig.“ Und so folgert sie die Analogie „Schwingen – Schwingungen – Energie“.

Bei ihren kraftvollen und farbenfrohen Bildern ließ sich Hedi Frankenne durch Anselm Grüns Buch „50 Engel für das Jahr“ anregen. Der Benediktinerpater erklärt, dass sich der Mensch zu bestimmten Anlässen einen Engel „wünschen“ kann: „Brauchst Du Mut oder Kraft, holst Du Dir einen Engel.“ Durch Grüns Texte inspiriert malte sie die ersten Bilder vor zwölf Jahren „aus dem Herzen“. Hatte sie anfangs geglaubt, das „Thema“ mit zwei bis drei Bildern abarbeiten zu können, ist Hedi Frankenne nach 70 Engel-Werken dessen immer noch nicht überdrüssig.

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Bei der Ausstellungseröffnung in der Christuskirche verknüpften Wiebke Waltersdorf (l) und Elke Bennetreu Literatur und Malerei

Bei der Ausstellungseröffnung in der Christuskirche verknüpften Wiebke Waltersdorf (l) und Elke Bennetreu Literatur und Malerei

„Es hat nichts Esoterisches“, betont die pensionierte Unternehmerin, die ihre zweite Berufung an der Dürener Akademie der Kunst durch die abstrakte Malerei gefunden hat. „Rein sachlich“ will sie ihre Arbeiten bewertet sehen, auch wenn sie bewusst ihre „tief meditativen Bilder“ überwiegend im sakralen Raum, also Kirchen, ausstellt.

Schwebend und doch nicht haltlos wirken diese sphärischen Figuren, die an den kerzenbeleuchteten Wänden der Christuskirche ihre ganz besondere Wirkung entfalten. Ihnen sieht man das Credo der Künstlerin an: „Jede Engelenergie hat eine Gottes Willen erfüllende, charakteristische Eigenschaft.“
Denn wenn auch abstrakt in der Form vermitteln Linienführung und Farbenspiel das innere Wesen von Hedi Frankennes Engeln. „Ich möchte Sie anregen, die Engeldarstellungen mit dem Herzen anzuschauen, und – lassen Sie sich anrühren!“ fordert die Aachener Malerin auf. Das ist es, was bleibt, denn kaufen können noch so willige Kunstbeflissene die Engel-Bilder nicht: „Ich habe sie auch geschenkt bekommen“, erklärt Hedi Frankenne tiefgründig. Der einzige Weg, zu einem Frankenne-Engel zu kommen ist daher als Geschenk.

Die Ausstellung ist bis Weihnachten in der Jülicher Christkuskirche zu besichtigen. Interessenten melden sich dazu im Büro des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung unter der Rufnummer 02461/54155.

Mehr über die Kunst von Hedi Frankenne unter www.engelenergie.de


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