Oliver Weitz startet mit Kolka

Im vierten Gang zur NRW-Isländer-Meisterschaft
Von Dorothée Schenk [01.10.2007, 19.00 Uhr]

Vier bis fünf Pferde täglich reitet Oliver Weitz. Am Freitag, 5. Oktober, startet er bei der Islandpferde-Landesmeisterschaften NRW 2007.

Vier bis fünf Pferde täglich reitet Oliver Weitz. Am Freitag, 5. Oktober, startet er bei der Islandpferde-Landesmeisterschaften NRW 2007.

Es ist eine überschaubare, kleine Gemeinde, die sich im Jülicher Land ihrer Leidenschaft verschrieben hat: Etwa 100 Islandpferde-Reiter sind auf den Feldern und Rurauen anzutreffen. Wenn am Wochenende 5. bis 7. Oktober im Schloss Wickrath bei Mönchengladbach die Islandpferde-Landesmeisterschaften NRW 2007 ausgetragen werden, sind drei Jülicher Islandpferde Freunde (JIPF e.V.) dabei. Einer von ihnen ist Oliver Weitz.

Dereinst von Bauern des rauen Islandes wurden die kleinen robusten Tiere zur Überbrückung der unwegsame Distanzen genutzt und so geritten wie dem Inselvolk der Körper gewachsen war: Bequem in Rückenlage und mit den Füßen wie auf dem Mofa nach vorne gestreckt. Die Zeiten sind lange vorbei, wie Oliver Weitz erzählt. Bei den Sport- und Freizeitreitern wird Haltung erwartet. So muss nicht nur seine Stute Kolka, mit der er in Mönchengladbach antritt, bestens vorbereitet sein, sondern auch der Reiter.

Oliver Weitz sitzt bei Islandpferden seit 45 Jahren fest im Sattel. Bereits als 17-jähriger war der heute hauptberufliche Züchter und Vorsitzende des Vereins Jülicher Islandpferde Freunde (JIPF)Europameister im Passrennen über 150 Meter. Im Laufe der Jahre hat er außerdem mehrere deutsche Meistertitel erworben.

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Gemeinsam mit Frau Anne züchtet Oliver Weitz seit fast 20 Jahren Isländer auf dem Gestüt Sophienhof.

Gemeinsam mit Frau Anne züchtet Oliver Weitz seit fast 20 Jahren Isländer auf dem Gestüt Sophienhof.

Auf dem Gestüt Sophienhof, einst gegründet am Fuße der Sophienhöhe, mittlerweile auf der Merscher Höhe beheimatet, bilden er und seine Frau Anne den pferdigen und menschlichen Nachwuchs aus. Durch ihre Hände ging auch Klara Gülden. Die Jülicherin startet inzwischen im Jugendkader Rheinland und war vor zwei Jahren bereits deutsche Meisterin. Neben ihr am Start ist ebenfalls Angie Wittfeld.

Im Unterschied zur herkömmlichen englischen Reitweisen gibt es neben Dressur- und Geländewettbewerben beim Islandpferdereiten weitere Disziplinen. Denn die „Isis“, wie sie liebevoll genannt werden, legen im Gegensatz zu den Artgenossen gerne noch ein bis zwei Gänge zu. Tölt und Pass sind spezifische Gangarten der Isländer. So werden auf den Meisterschaften Vier- und Fünfgang-Prüfungen, separate Tölt-Wettbewerbe und Passrennen ausgetragen. Gestartet wird in Sport- und Freizeitkategorien von A bis C. Oliver Weitz startet in der in Wickrath gebotenen Höchstklasse, nämlich in der Sportklasse B in der Disziplin Tölt.

Vier bis fünf Pferde pro Tag reitet Oliver Weitz. Kondition und Kraft sind es vor allem, die er mit Kolka trainieren muss. Denn, so erklärt der Mann mit dem Islandpferdeverstand, Tölt ist eine anstrengende Gangart. Immer muss ein Bein die Kraft des Körpers tragen und ihn dabei in Balance halten. Je langsamer geritten wird, desto anspruchsvoller ist es für das Pferd. Fünf Richter werden darüber entscheiden, ob der Jülicher am Freitag in Harmonie mit Kolka ist, die Tempiwechsel gelingen und die Haltung von Reiter sowie Islandpferd gewahrt ist. Nur dann hat er sich qualifiziert und kann um die NRW-Meisterschaft mitreiten.


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