Frank Muckel bildet die Helfer für die Landtagswahl aus

Wer Wahlhelfer ist, tut seine Bürgerpflicht
Von Britta Sylvester [16.05.2005, 13.55 Uhr]

Schon wieder sind fünf Jahre vorbei. Nordhrein-Westfalen braucht einen neuen Landtag. Am Sonntag wird gewählt. Auch in Jülich öffnen die Wahllokale morgens um acht Uhr ihre Pforten. Bis aber am Abend die Ergebnisse der Wahl bekannt gegeben werden können, liegt viel Arbeit vor den ehrenamtlichen Wahlhelfern.

Per Einladung kam die Stadt Jülich zu rund 200 Wahlhelfern.

Per Einladung kam die Stadt Jülich zu rund 200 Wahlhelfern.

Seit Anfang März kümmern sich Frank Muckel mit einem Kollegen darum, dass am 22.Mai auch wirklich genügend Wahlhelfer bereit stehen. Die Mitarbeiter des Rechtsamtes haben Aufrufe veröfentlicht mit der Bitte sich doch freiwillig für dieses Ehrenamt zu melden. „Doch die meisten betrachten das Amt wohl als lästige Pflicht“, seufzt Muckel. „Es gibt aber auch sehr engagierte Leute, die das gerne machen“, weiß der Jülicher Verwaltungsangestellte.

Die Mehrzahl der Wahlhelfer sind per Brief an ihr Amt gekommen. Zahllose Einladungen haben Muckel und sein Kollege verschickt, bis die circa zweihundert Wahlhelfer für diese Landtagswahl gefunden waren. Sie alle nehmen unterschiedliche Aufgaben wahr. In jedem Wahllokal gibt es einen Wahlvorsteher, er führt die Aufsicht über die gesamte Wahl, einen Schriftführer, der die Wahlberechtigung prüft, und einen Beisitzer, der zum Beispiel Stimmzettel ausgibt. Für jedes Mitglied des Wahlvorstandes gibt es jeweils einen Vertreter, so dass nicht jeder der Helfer den gesamten Wahlsonntag lang anwesend sein muss.

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Einer der dafür sorgt, dass die diesjährige Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen auch im Jülicher Land reibungslos verläuft: Frank Muckel hat sich um ehrenamtliche Wahlhelfer gekümmert. Foto: Britta Sylvester

Einer der dafür sorgt, dass die diesjährige Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen auch im Jülicher Land reibungslos verläuft: Frank Muckel hat sich um ehrenamtliche Wahlhelfer gekümmert. Foto: Britta Sylvester

Den Dienstplan erstellen die ehrenamtlichen Helfer in Eigenregie: „Morgens um halb acht Uhr am Wahlsonntag treffen sich die Wahlhelfer und legen fest, wer wann da ist“, erläutert Muckel. Für die verantwortungsvolle ehrenamtliche Aufgabe des Wahlhelfers gibt es nach getaner Arbeit ein sogenanntes „Erfrischungsgeld“ von 16 Euro. Dass dies wirklich nur für einen Imbiss und etwas zu trinken ausreichend ist und wohl kaum einen Anreiz bietet, weiss auch Frank Muckel. Aber so hat sich der Gesetzgeber das auch nicht gedacht. „Das Amt des Wahlhelfers ist vielmehr eine Bürgerpflicht“, verweist Frank Muckel auf den Gesetzestext.

Doch keine Sorge, wenn ihnen zur nächsten Wahl, übrigens die zum Bundestag im nächsten Jahr, eine solche Aufforderung aus dem Rathaus zugeht und der heissersehnte Urlaub ist schon längst gebucht: Das Flugticket gilt als „wichtiger Grund“ für eine Absage. Eine Bitte hat Frank Muckel für solche Fälle allerdings: „Es wäre schön, wenn man absagen muss, dass man es dann gleich tut. Schließlich müssen wir uns dann um Ersatz kümmern.“ Und für eine Bundestagswahl benötigt die Stadt mehr als die diesjährigen 200 Wahlhelfer, denn die Auszählung ist komplizierter. Aber vielleicht melden sich dann ja mehr Bürger freiwillig für das Ehrenamt des Wahlhelfers, hofft Muckel und schiebt auch gleich noch ein vorsichtiges „Vielleicht haben Sie ja auch Interesse?“ nach.


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