Noch keine Fahrverbotszonen im Kreis Düren

Plaketten stauben ein
Von Kai Venner [28.09.2007, 09.36 Uhr]

Für diesen neuen Golf 5 gibt Axel Lausberg vom TÜV in Jülich nicht nur bei der Untersuchung grünes Licht, sondern auch für die neue Feinstaubplakette. Foto: Kai Venner

Für diesen neuen Golf 5 gibt Axel Lausberg vom TÜV in Jülich nicht nur bei der Untersuchung grünes Licht, sondern auch für die neue Feinstaubplakette. Foto: Kai Venner

Kaum hatte der Boom eingesetzt war es auch schon wieder vorrüber. Gemeint ist der Absatz der Feinstaub-Plaketten für Autos. Im ersten Schwung der Öffentlichkeit Anfang 2007 ließ sich jeder zweite Wagen im Kreis Düren, der zum TÜV musste, eine solche Plakette für 5,50 Euro anbringen, wie Axel Lausberg Prüfstellenleiter des TÜV Rheinland im Kreis Düren, erinnert. Inzwischen stauben die Plaketten ein. „Maximal fünf Prozent der Autos im Kreis Düren haben bereits so eine Plakette.“, schätzt Lausberg.

Da es im Kreis Düren noch keine Messstationen oder Fahrverbotszonen gibt, die Straßensperrungen verschoben wurden und die Idee mit den Zonen öffentlich in die Kritik kam, verzichteten die PKW-Besitzer darauf. Kurzgedacht, denn auch für den Dürener Beritt kommt über kurz oder lang diese Regelung. Gerade im Jülicher Raum ist die Luft hoch belastet. Weniger durch den Verkehr, der gerade einmal zehn Prozent der Feinstaubbelastung ausmacht, als durch den Braunkohle-Abbau.

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Die Feinstaubplaketten gibt es in drei Farben, die nach Betriebsart und Schadstoffmenge zugeteilt wird. Foto: TÜV Hessen

Die Feinstaubplaketten gibt es in drei Farben, die nach Betriebsart und Schadstoffmenge zugeteilt wird. Foto: TÜV Hessen

Hintergrund:
Am 1. März 2007 trat eine Verordnung in Kraft, die bestimmten Kraftfahrzeugen die Einfahrt in besonders ausgewiesene Zonen verbietet. Hintergrund ist die zunehmende Feinstaubbelastung in den Städten. In Abhängigkeit von dem Schadstoffausstoß des jeweiligen Fahrzeugs kann man eine so genannte Feinstaubplakette erwerben. Die Plakette gibt es in drei verschiedenen Farben, die aufgrund der Antriebsart (Otto/Diesel) und der Schadstoffmenge auf Wunsch zugeteilt wird. Wenn das Fahrzeug mit dieser Plakette gekennzeichnet ist, darf man in die gekennzeichneten Zonen einfahren.

Wird die Plakette verpflichtend, drohen 40 Euro Strafe und 1 Punkt in Flensburg für Fahrer ohne Plakette. Da ist die einmalige Zahlung von 5,50 Euro vergleichsweise gering. Die Kontrolle über nicht nur Polizei im fließenden Verkehr aus, sondern auch von die Politessen während des Parkens. Dies gilt auch für Neuwagen. Diese müssen trotz aller erfüllten Normen eine Plakette haben.


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