Andreas Hardt ist leidenschaftlicher Karl-May-Fan

Im Wilden Westen von Jülich zu Hause
Von Britta Sylvester [07.08.2007, 08.42 Uhr]

Zwar gehören Cowboyhut, Lasso und Sporen nicht wirklich zu seiner alltäglichen Garderobe, aber mit dem Herzen ist Andreas Hardt eigentlich im Wilden Westen zuhause. Kein Wunder, dass der alljährliche Familienurlaub vom wilden Jülicher Westen von Koslar in den hohen Norden führt – nach Bad Seegeberg nämlich, zu den dortigen Karl-May-Festspielen.

Vor einigen Jahren erfüllte der gelernte Bankkaufmann sich seinen Kindheitstraum, einmal Winnetou und Old Shatterhand live zu erleben. Seit dem lässt ihn das Bühnengeschehen nicht mehr los. Aus der Faszination ist inzwischen eine Art zweiter Beruf geworden. Den ehemaligen Festspiel-Darsteller Mike Dietrich unterstützte er mit redaktionellen Beiträgen bei der Entwicklung und Herausgabe eines Fan-Magazins, den Karl May Treff. In der Folge entwickelte er gemeinsam mit Heinz-Gerd Sticker aus Oldenburg und anderen Karl May Freunden einen eigenen Internetauftritt. Unter www.Wild-West-Reporter.com finden Fans und solche, die es noch werden wollen, allerhand Informationen rund um die Festspiele, ihre Darsteller und Drehbücher.

Selbst über den Adler, der dort seine Runden dreht, hat Hardt schon berichtet. Wenn es auch in der Hauptsache um Karl May und seine Geschöpfe geht, hat doch auch eine andere Sagengestalt dort Platz gefunden. Über die Rügener Störtebecker Festspiele berichten Andreas Hardt und seine Mitstreiter ebenfalls. Mit Co-Autor Stricker wird der Online-Auftritt per Telefonkonferenz geplant. Manchmal interviewen die beiden mithilfe solch moderner Technik die Schauspieler sogar gemeinsam.

Die Interviews mit den Darstellern, ehemaligen wie aktuellen, sind dem Hobby-Journalisten ohnehin am liebsten. Besonders gerne erinnert er sich an das ausgiebige Gespräch mit James Bond-Bösewicht Götz Otto: „Götz Otto hat sich unglaublich viel Zeit genommen, war sehr nett und hat reichlich aus dem Nähkästchen geplaudert.“

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Heute unbehütet, aber stets mit Feuereifer bei der Sache: Karl-May-Spezialist aus Leidenschaft ist Andreas Hardt schon lange – seit kurzem mit eigener Internetseite.

Heute unbehütet, aber stets mit Feuereifer bei der Sache: Karl-May-Spezialist aus Leidenschaft ist Andreas Hardt schon lange – seit kurzem mit eigener Internetseite.

Überhaupt lobt der passionierte Festspielkenner die gute Zusammenarbeit mit den Veranstaltern und Darstellern – arrogant oder gar herablassend sei ihm noch niemand begegnet. Ganz im Gegenteil, bei den Segeberger Veranstaltern freut man sich offenbar über das große Interesse an ihren Festspielen.

„Mir ist mal aufgefallen, dass eine Textzeile quasi ins Leere lief. Das hat mich doch sehr gewundert,“ erinnert sich Fanmagazin-Redakteur Hardt. Lange wundern ist seine Sache nicht, also hat er sich kurzerhand an den PC gesetzt und per Email nachgefragt, ob diese Merkwürdigkeit wohl Absicht sei. Ernsthaft mit Antwort habe er nicht gerechnet, freut sich Hardt noch heute. Denn tatsächlich kam kurze Zeit später das elektronische Dankeschön. Man habe sich versehen beim Kürzen des Drehbuchs.

Solchermaßen inspiriert, hat sich der begeisterte Karl-May-Leser gleich selber an den Schreibtisch gesetzt. Eigentlich sollte es nur eine Gutenacht-Geschichte für den Sohnemann werden, am Ende wurde ein ganzes Drehbuch daraus. Dieses ist zwar nicht auf der Bühne umgesetzt worden. Aber was nicht ist, kann ja durchaus noch werden. Für den Herbst ist jedenfalls die Aufnahme des ersten selbst geschriebenen Hörspiels geplant. Ein Studio-Termin ist schon gebucht. Vorher aber geht es erst einmal in den Urlaub, nach Bad Seegeberg. Dort zieht der Vater mit seinen Söhnen in den Wilden Westen, während Mutter Sabine der Leidenschaft ihres Mannes die guten Seiten abgewinnt: „Die Jungs sind den ganzen Tag auf dem Berg und ich habe meine Ruhe.“


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