Porträt: Anneliese Schleuter hat ihren zweiten Lyrikband veröffentlicht

Wo Poesie aus der Tastatur fließt
Von Dorothée Schenk [22.03.2005, 12.58 Uhr]

Das zweite Werk: Nach „Durch das Leben Querbeet“ folgt

Das zweite Werk: Nach „Durch das Leben Querbeet“ folgt

Ihr Leben ist Poesie. Sie macht sich keinen Reim darauf, aber dafür sind es Gedichte, die lyrisch die Welt der Gefühle und des menschlichen Miteinander verbinden. „Ich kann keine Gedichte reimen, mir liegt das Alltägliche.“ Anneliese Schleuter lehnt sich entspannt in ihrem Lehnstuhl zurück und lächelt. Wärme erfüllt den Raum, eine freundliche Gelassenheit, die ein Wohlfühlgefühl verbreitet. Die Seniorin mit den Wachen Augen einer jungen Dichterin gibt Sprachlosen Worte.

„Durch das Leben Querbeet“ gehen im Erstlingswerk der Spätberufenen die literarischen Betrachtungen. Zuweilen mit kindlicher Neugier, wenn sie ihre „drei wünsche“ formuliert, dann wieder mit der Weisheit der Lebenserfahrenen, die sezierend die „Gratwanderung“ betrachtet, bringt sie ihre Lyrik zu Papier. Erotisches und Naturalistisches gehören gleichsam zum Kanon der 500 Gedichte, die seit August 2003 ihrer Feder entsprungen sind. Besser: ihrem Computer, denn Anneliese Schleuter arbeitet ausschließlich an der Tastatur.

Nachdem sie im Sommer 2004 ihr erstes Werk im Engelsdorfer Verlag auf eigene Kosten hat drucken lassen - „Lyrik verlegt ja kaum ein Verlag - „warf“ sie jüngst die zweite Gedichtsammlung mit 150 Werke auf den Buchmarkt.

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Bei der Arbeit: Anneliese Schleuter

Bei der Arbeit: Anneliese Schleuter

Mut gefasst hat Anneliese Schleuter zu diesem Unterfangen durch ihr Abtauchen ins Internet gefunden. „Wir haben mit als Erste auf DSL umgerüstet“, erwähnt sie nicht ohne Stolz. Seit rund einem Jahr ist sie im Netz unterwegs und hat hier für sich manch erhellende Entdeckung gemacht.

„Die Suche ist eine Frage der Eingebung“, bemerkt sie. Bei pusteblume.de startete sie und landete schließlich im keinverlag.de. Kein ungewohntes Medium für die Frau, die in einem früheren Leben 23 Jahre Chemielaborantin am Forschungszentrum Jülich war. „Ich hatte immer Freude an der Arbeit am PC, aber nie die Gelegenheit, daran zu arbeiten,“ erzählt die Pensionärin, die lediglich fachbezogenen Messungen in Kernfusion am Rechner vornahm.

Kurz nach ihrem Einstand in den Ruhestand spürte sie Tatendrang: „Mir war die Zeit zu öde geworden", gesteht sie. Nur fernsehen und lesen erfüllte die Umtriebige nicht und so griff sie zunächst zu Pinsel und Farbe und malte, bevor sie den Computer beim Sohn der Nachbarn entdeckte.

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