Villaine: Ihre Erlebnisse in Berlin bei Germany 12 Points

„Warten können wir seit Berlin alle hervorragend…“
Von tee/Villaine [18.03.2005, 19.44 Uhr]

Auftritt in Rot - Villaine steht unter „Adrenalin“ in Berlin.

Auftritt in Rot - Villaine steht unter „Adrenalin“ in Berlin.

Einmal dabei sein bei der Deutschen Vorausscheidung zum Grand Prix. Das ist der Traum für viele Musiker. Das Starterfeld zu „Germany 12 Points“ war hochkarätig besetzt. Unter diesen das „Jülicher Mädchen“ Villaine. Die engagierte Sängerin und Musikerin absolvierte dort ihren 16. Auftritt, trotzdem ist sie schon von Lonsdale zur Kampagne „You can make it gibt “ eingeladen, die Patenschaft für einen Songcontest zur YOU 2005 zu übernehmen. Die Popularität der Newcomerin zeigt sich auch in den bereits vielerorts ausverkauften Single „Adrenalin“.

Auf JüLicht.de erzählt Villaine selbst von ihren Erlebnissen in Berlin:

Tag 1
Die Anreise! Es begann damit, dass unsere Backgroundsängerin vor Kurzem den Namen Ihres Vaters angenommen hat, auf diesen Namen war der Flug auch gebucht, im Ausweis aber den Namen der Mutter stehen hatte. Knapp zehn Minuten vor Abflug kam sie mit ihrem Dad dann doch an Bord. Der Flug ging schnell. Ich bin vom Flughafen aus direkt in die Arena in die Maske gefahren. Die anderen haben ein Taxi ins Hotel genommen.

Das Studio sah von außen ganz unspektakulär aus, eher wie ne Fabrikhalle. Einfach trashig. Davor lag das Presseschiff, die Hoppetrosse, direkt an der Spree. Drinnen war es arenamäßig ausgebaut. Sogar einen Backstage-Bereich haben sie extra gebaut: Lauter geschusterte kleine Hütten, die oben offen waren.

Nachdem ich aus der Maske raus war und um 11:00 Uhr schon meinen Einspielfilm drehte, ging mein Telefon. Meine Freundin Britta hatte eine elektrische Tür bei unserem wirklichen schönen 4 Sterne Hotel vor den Kopf bekommen und jetzt eine Platzwunde am Auge. Nach dem drehen des Einspielfilms trudelte so langsam die Band und meine Freundin mit blauem Auge ein. Um 12:30 Uhr hatten wir unseren ersten Probedurchlauf. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich mit In-Ear gesungen, die funktionieren wie extrem abgedichtete Walkman-Kopfhörer, über die die Stimme playback von der Regie eingespielt wird. Im Nachhinein hätte ich auf Monitoren bestehen sollen.

Relativ schnell nach unserer Probe sind wir auch schon wieder ins Hotel gefahren. Nur Mia habe ich kurz gesehen, und mich sehr gefreut.

Kurz bevor wir raus gegangen sind kam Udo Lindenberg auf mich zu, gab mir die Hand und gratulierte mir zu meinem Song. Da war ich ziemlich stolz... Meinen Nachmittag habe ich mit Britta beim Arzt verbracht, da wir versuchen wollten, die Platzwund noch nähen zu lassen. Aber zu spät! Nach einer kurzen Pause auf dem Hotelzimmer, sind wir abends mit der ganzen Gruppe etwas essen gegangen. Das war Wahnsinn. Das Steakhaus hatte einen Werbespruch: „Preise wie vor 20 Jahren.“ Zuerst haben wir das für 'nen Scherz gehalten. Aber man konnte tatsächlich ein Filetsteak für 5 Euro essen. Das war echt super!

Tag 2
Umzug in unser zweites Domizil. Hotel Angleterre. Sehr schick und auch das Hotel der Allee der Kosmonauten. Morgens nach dem Frühstück sind wir direkt wieder in die Halle.
Freitags war Fototermin und erste Durchlaufprobe (da haben die doch glatt vergessen mir die Stimme aufs Ohr zu geben) und Finalprobe. Da lernt man, wie man geht und steht. Unheimlich interessant. ;-) Wie beim Kindergarten durften wir uns auf Kommando aufstellen und an den Händen fassen und auch wieder auf Kommando wie die Enten abmarschieren.

Der Tag war übrigens sehr schön. Im Backstage wuchsen die Gruppen immer stärker zusammen. Am Anfang war die Siegeltruppe etwas isoliert, aber Marco Mattias hat sich dann irgendwann integriert. Meine Jungs haben sich ab 12 Uhr die ersten Biere bestellt und dadurch am meisten Stimmung gemacht. Der Tag ging bis 20 Uhr. Dabei hat man ewige Wartezeiten. Man geht ab und an mal für 10 Minuten auf die Bühne, oder für ne Stunde in die Maske und die restliche Zeit sitzt man rum. Ich hatte das Glück, dass regelmäßig Interviews waren. Meine Jungs haben nur rum gesessen. Königwerq und Allee der Kosmonauten wurden schnell zu unseren Verbündeten...

Werbung

Geschafft: Glückwünsche für die Newcomerin unter den Contest-Teilnehmern.

Geschafft: Glückwünsche für die Newcomerin unter den Contest-Teilnehmern.

Tag 3
Morgens beim Frühstück musste ich schon die etwas dumpfe Fantasie der Bildzeitung lesen. Habe mich aber nur kurz geärgert, da die FAZ einen super Artikel über mich drin hatte. Gegen 12 Uhr hatten wir schon den ersten Proben Termin und im Anschluss Maske.

11:15 kam unser Shuttle. Bei der Probe um 12 wurde die Stimme noch einmal eingepegelt. Danach musste ich direkt wieder in die Maske.... Dann wieder das gleiche! Warten!!!!! Warten können wir seit Berlin alle hervorragend.

Um 15 Uhr wurde zur Generalprobe geblasen. Der Durchlauf klappte dann auch ganz gut. Intern war allerdings schon mehr oder weniger klar, wer ins Finale kommt. Aber Spaß hatten wir ohne Ende. Mit Gracia habe ich mich auch sehr gut verstanden. Ne echt Nette! Wünsche ihr auch ganz viel Erfolg für Kiew.

Bevor die Sendung richtig los ging bin ich immer schon mal raus zu Familie, Freunden und Fans. Da war schon richtig gute Stimmung. Mein Fanblock war auch definitiv der lauteste und beste. Während der Sendung haben wir alle im Greenroom gesessen. Das war wirklich witzig, weil alle so zusammen gehalten haben. Erinnerte eher an Klassenfahrt als an Wettbewerb. Die Sendung selbst habe ich als ganz toll empfunden. Es hat alles so viel Spaß gemacht und für meinen 16ten Auftritt habe ich wohl eine richtig gute Figur gemacht.

Gestern war ich in den Trendcharts auf Platz 68. Nur Gracia vor mir... ;-) Die Sendung war dann auch super schnell vorbei. Danach waren dann noch diverse Fototermine und Interviews. So ne richtige Backstageparty war das allerdings nicht. Eher noch ein wenig stressig. Meine Jungs haben Gracia dann vor der Pressekonferenz auch noch ne Sektdusche verpasst. Sehr zum Ärger ihres Visagisten. Hihi... Er hat sie dann aber wieder einigermaßen trocken gelegt. Britta ist dann mit den mitgereisten an die Hotelbar gefahren, wo wir uns mit der Allee der Kosmonauten verabredet hatten. Ich bin anderthalb Stunden später nachgereist. Da haben wir dann noch bis 4:30 Uhr mit den andern gefeiert. Wir sind dann ins Bett. Der Rest hat bis 7 weiter gemacht.

4. Tag
Morgens haben wir uns dann um 9 Uhr mit unseren Plattenleuten zum Frühstück getroffen. Im Anschluss wurde gepackt und ab zum Flughafen. Da haben wir doch dann tatsächlich ne Freundin aus meinem Fanblock getroffen, die ihren Flieger um 6 Uhr nicht bekommen hatte und sechs Stunde am Flughafen gepennt hat. Krass!!! Wir haben dann den gleichen Flieger nach Köln genommen. Und da sind wir wieder.

Und so viel Fanpost habe ich noch nie bekommen. Versuche immer noch alles zu beantworten. Und in diversen Städten ist die CD Adrenalin ausverkauft. Aachen, Jülich, Werl…

Zum Villaine-Interview in der JAM
Zur Bildergalerie aus Berlin
Villaine im Netz
Die erste Villaine-Fan-Seite im Netz
Zur offiziellen Site des Contests mit Galerie und vielen Bildern von Villaine


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Stadtteile

Kita „Die kleinen Strolche“: Jubiläumsfeier eine Woche lang
„Was wollen wir trinken sieben Tage lang?“, heißt ein ziemlich bekanntes Fest- und Feierlied. Da so ein 50-jähriges Jubiläum bei der Kita „Die kleinen Strolche“ in erster Linie ein Fest für die Kinder ist, hat sich das Team der Einrichtung überlegt, mit den Kindern, die sie im Moment besuchen, kräftig und sieben Tage lang zu feiern. Es geht los mit dem Dasda Theater, das am Donnerstag, 27. April, das Stück Petterson und Findus im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Düsseldorfer Straße 30, für die Kita-Kinder aufführen wird.  [26.04.2017, 13.58 Uhr]  >>
Im Heckfeld Geschmack am Glauben finden
Einen Ruhepol im Alltag finden. Innehalten, dem eigenen Getriebensein im Leben regelmäßig einen Ort des Atemholens zu geben, dazu dienen Exerzitien im Alltag. Seit fast 20 Jahren wird in St. Rochus Jülich diese Tradition in der Fastenzeit gepflegt. [09.04.2017, 14.12 Uhr]  >>

Rundum

Kreatives Lösungsmodell im Aldenhovener KIM-Prozess [09.04.2017, 14.00 Uhr]  >>
Düren: Den Umgang mit Demenz lernen [09.04.2017, 13.51 Uhr]  >>

Vereine

Lebendiges Geschichtsgedächtnis [09.04.2017, 14.51 Uhr]  >>
Bestehen unter des Meisters Augen [09.04.2017, 13.19 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung