Karnevalspunk mit der CCKG

Wenn das Narrenschiff durch ein Meer von Wunderkerzen segelt
Von Dorothée Schenk [06.02.2005, 17.00 Uhr]

TNT, das explosive Männerballett aus Welldorf, tanzt auf dem Narrenschiff der CCKG passend „In the Navy“.

TNT, das explosive Männerballett aus Welldorf, tanzt auf dem Narrenschiff der CCKG passend „In the Navy“.

Wenn die Kronkorken knallen und die Raketen steigen, gehen die Hände zum Himmel und der ganze Saal skandiert „CCKG“ - es ist Trunksitzungszeit im Kulturbahnhof. Wenn der Trupp um die Präsidenten Uwe Mock und Axel Fuchs mit der Wahnsinnsband Les6Kölsch1Cola loslegen kann das nur heißen: Sie sind nicht mehr aufzuhalten. Soviel Fahrt war lange nicht mehr in dem immer noch alternativen Karnevalspunk.

Schlag auf Schlag bringt Zeremonienmeister Ede Schlüter mit dem Totenkopf-Zepter die geladenen und nicht geladenen Gäste auf die Bühne. Natürlich ist spürbar, das auch hier das Establishment grüßen lässt, wenn schon die Männerballetts der etablierten KGs fester Programmpunkt sind. Rurblümchen - diesmal „featuring Uwe Mock“ - und TNT aus Welldorf gehören dazu und sogar das Bürgermeisterpaar Stommel kommt zu den „saufenden Karnevalisten“. Dafür gab's für die Gattin Elisabeth auch einen Orden und einen für den Mann gleich mit, denn „Politiker sind ja immer so schnell beleidigt“, weiß Axel Fuchs und legt noch ein Bützchen drauf.

Das wäre zu Musikcafés-Zeiten undenkbar gewesen. Aber mit den Präsidenten ist auch das Publikum in die Jahre gekommen und sie sind dennoch einander treu geblieben. Zum 19. Mal rief die Café Colera Gesellschaft das Narrenvolk, aber erstmals stellte Uwe Mock die P-Frage: „Wer will hier oben weitermachen?“ Aber das ging im allgemeinen Freudentaumel unter.

Werbung

Ein Bad vor der Menge - der Saal brodelt

Ein Bad vor der Menge - der Saal brodelt

Nirgendwo wird sicherlich auch das Mariechen Jessika so gefeiert wie auf der Kulturbahnhofsbühne. Jeder Tanzschritt ist hier dem Publikum Applaus und Zustimmungsrufe wert. Glänzend präsentierte sich Tambour Axé, „frisch aus Köln eingetroffen“ mit Sambagefühl und neonleuchtenden Instrumenten trommelten sie den Takt in die Füße und Hüften.

Alle Akteure werden begeistert beklatscht, trotzdem feiert das Publikum die Eigengewächse am meisten: Die unvermeidlichen Mariechen Biggi, Andrea, Simone und Thomas sorgen ebenso für Gejohle wie die „Buttlers“, Fuss - diesmal als Holzmichel - und das Dreigestirn, aktuell besetzt mit Prinz Stefan, der Lieblichkeit Sascha und Bauer Guido. Ausgefallen ist oder nicht eingefordert wurde die Präsidenten-Rede und die Schaltung zum Ramazotti-Krankenhaus und dem heiligen Stuhl kam auch nicht zustande. Die CCKG kommt ohne Bütt aus und die Stimmung steigt bis zum Siedepunkt, wenn alle „Achterbahn“ fahren, aufs „Rollbrett“ steigen und immer wieder gerne auf „Rocky“ treffen und nicht wissen, ob sie das bringen. Unvergleichlich die Atmosphäre, wenn zum Schluss das Narrenschiff durch ein Meer von Wunderkerzen segelt und sich wildfremde Menschen begeistert in den Armen liegen, denn: „Echt Fründe ston zusamme.“

EinBlick in
Galerie1
Galerie 2
Galerie 3


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Stadtteile

Kita „Die kleinen Strolche“: Jubiläumsfeier eine Woche lang
„Was wollen wir trinken sieben Tage lang?“, heißt ein ziemlich bekanntes Fest- und Feierlied. Da so ein 50-jähriges Jubiläum bei der Kita „Die kleinen Strolche“ in erster Linie ein Fest für die Kinder ist, hat sich das Team der Einrichtung überlegt, mit den Kindern, die sie im Moment besuchen, kräftig und sieben Tage lang zu feiern. Es geht los mit dem Dasda Theater, das am Donnerstag, 27. April, das Stück Petterson und Findus im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Düsseldorfer Straße 30, für die Kita-Kinder aufführen wird.  [26.04.2017, 13.58 Uhr]  >>
Im Heckfeld Geschmack am Glauben finden
Einen Ruhepol im Alltag finden. Innehalten, dem eigenen Getriebensein im Leben regelmäßig einen Ort des Atemholens zu geben, dazu dienen Exerzitien im Alltag. Seit fast 20 Jahren wird in St. Rochus Jülich diese Tradition in der Fastenzeit gepflegt. [09.04.2017, 14.12 Uhr]  >>

Rundum

Kreatives Lösungsmodell im Aldenhovener KIM-Prozess [09.04.2017, 14.00 Uhr]  >>
Düren: Den Umgang mit Demenz lernen [09.04.2017, 13.51 Uhr]  >>

Vereine

Lebendiges Geschichtsgedächtnis [09.04.2017, 14.51 Uhr]  >>
Bestehen unter des Meisters Augen [09.04.2017, 13.19 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung