Alles unter einem Dach

Pionierarbeit im Jülicher Jobcenter
Von Dorothée Schenk [24.11.2006, 18.12 Uhr]

Ihre Arbeit verrichten die neun Kreisangestellten und 14 Jülicher Kollegen bereits seit Anfang November in den Räumen des umgebauten Rathauses am Markt – jetzt wurde das Gebäude offiziell seiner neuen Bestimmung übergeben: Das Jobcenter ist eröffnet.

Die Allianz für das erste kreisweite Jobcenter.

Die Allianz für das erste kreisweite Jobcenter.

Von außen sieht man es dem Alten Rathaus am Markt schon an: Hier wird gearbeitet. Der völlig umgestaltete Innenraum transportiert optisch die Inhalte: Alles hat seine Ordnung, Transparenz ist gefragt und Freundlichkeit. Das ist es, was das Jobcenter im Herzen von Jülich ausmachen soll. Es ist das erste seiner Art im Kreis Düren und damit leistet das „Mittelzentrum des Nordens“, wie Landrat Wolfgang Spelthahn Jülich nannte, Pionierarbeit. Empfänger von Arbeitslosengeld II, die so genannten Hartz-IV-Betroffenen, können hier unter einem Dach von der Antragstellung bis zur Beratung durch so genannte Filemanager alle Leistungen in Anspruch nehmen. Es sei ein mehr an Service für die Menschen, der an diesem zentralen Ort geboten würde. Schwierige und anspruchsvolle Arbeit würde geleistet, die im kommunalen Vergleich gut bewertet werde. Als Modellkommune müsse man sich trotz Anlaufschwierigkeiten in keinem Ranking verstecken.

Das Jobcenter sei ein Beispiel, so Spelthahn, dass Kommunen gemeinsam auch in schweren Zeiten gutes Bewegen könnten. Der Wink wurde von Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel aufgegriffen. Die Baukosten des Vorhabens hatte nämlich die Stadt getragen. 220.000 Euro wurden verbaut, wobei ein Großteil für die statischen Baumaßnahmen verwendet wurde.

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Nachdem der Innenausbau gelungen ist, geht es jetzt an die Fassade.

Nachdem der Innenausbau gelungen ist, geht es jetzt an die Fassade.

Möglich waren die Umbauten nur, so Stommel, durch die Zustimmung des Denkmalschutzes. Sie gestattete auch den Bau eines behindertengerechten Zugang. Bei den Arbeiten, so erzählte der Bürgermeister, sei auch die Zeitkapsel von der Grundsteinlegung 1951 gefunden worden. Sie ist wieder im Boden „deponiert“ worden.

Das Jobcenter in Jülich betreut rund 1400 Bedarfsgemeinschaften, davon gehören 742 zur Stadt Jülich, die übrigen verteilen sich auf die nördlichen Gemeinden. 2000 Menschen befinden sich derzeit in Beratungsgesprächen. Wie Martina Forkel mit Sitz im Amt 56 des Kreises Düren und zuständig beim Jobcenter für die aktivierenden Maßnahmen, also Hilfen zur „Hinführung zur Erwerbstätigkeit“, erklärte, leben 60 Prozent der Hilfeempfänger in Düren. Am Ende des Weges werden zwei Center stehen: Eines für den Nord- eines für den Südkreis von Düren. Wenn sich nicht die formulierte Vision des Landrates erfüllt: „Unser großes Ziel ist es, Jobcenter überflüssig zu machen.“


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