Preisverleihung der Gründerregion im Kaisersaal

Jülicher "Zeitgeist" gewinnt
Von Arne Schenk [12.06.2015, 19.56 Uhr]

 Vitali Weißbecker und Andreas Schulze Lohoff freuen sich über das gelungene "Start up"

Vitali Weißbecker und Andreas Schulze Lohoff freuen sich über das gelungene "Start up"

Gründung, Wachstum und Innovation sind die Merkmale von jedem erfolgreichen Unternehmen. Gesplittet verleiht die GründerRegion Aachen je nach Stand und Entwicklung ausgewählter Firmen und Projekte Preise, so auch 2015. Gleich zwei erste Preise gehen in den Kreis Düren. Die Start-Up-Sieger kommen aus Jülich.

Ein Kinderspiel ist es mit Sicherheit nicht, auch wenn das Muster von Lego-Steinen immer wieder auftaucht. Leidenschaft, Hingabe, Spaß, Findungsreichtum und eine hervorragende Auffassungsgabe gehören aber immer dazu, um eine Firma zu gründen. Dies war auch Vitali Weißbecker und Andreas Schulze Lohoff auf der Preisverleihung im Kaisersaal des Aachener Rathauses anzumerken. Die beiden Wissenschaftler vom Institut für Energie- und Klimaforschung am Forschungszentrum Jülich heimsten unter dem Projektnamen „ZeitGeist“ den mit 10.000 Euro datierten ersten Platz im Gründungswettbewerb ein, übergeben von Norbert Laufs, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aachen.

Das von ihnen entwickelte und hergestellte kohlenstoffbasierte Material zur Beschichtung von Bipolarplatten verspricht dem Thema Brennstoffzellen eine glänzende Zukunft. Durch die Beschichtung des neuartigen Stoffes ließen sich das Gewicht um fast 70 Prozent und das Volumen um 30 bis 40 Prozent reduzieren.

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Mit Handzeichen zum Erfolg: Manos aus Düren stiegen mit Zeitgeist aus Jülich aufs Podest.

Mit Handzeichen zum Erfolg: Manos aus Düren stiegen mit Zeitgeist aus Jülich aufs Podest.

Ihr Geschäftsmodell, bei dem sie marktübliche metallische Bipolarplatten einkaufen, mit ihrem Material beschichten und anschließend an Brennstoffzellen-Hersteller weiterverkaufen und so in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden eine neue leistungsstarke Generation von Brennstoffzellen zu schaffen, soll im zweiten Quartal 2016 als GmbH an den Start gehen.

Bereits seit 2006 im Geschäft sind die Schwestern Gisela und Simone Binczyk als Manos GbR, ein Dürener Dolmetscherservice für Gebärdensprache. Acht Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen derzeit, neun weitere Arbeitsplätze sind bis 2018 geplant. Zudem besitzt die Manos GbR eine Filiale in Köln und ist dabei, das Unternehmen mit weiteren Filialen deutschlandweit auszubauen. Um dafür qualifiziertes Personal auszubilden, ist der nächste Wachstumsschritt die Gründung und Entwicklung der Manos-Akademie.

Während ihrer halbjährigen Wettbewerbsphase zur Wachstumsinitiative „Grow up!“ wurden Gisela und Simone Binczyk von Stephan Herwartz von der Bonner SAH3 Unternehmensentwicklung beraten. Mit Erfolg, denn die Unternehmerinnen konnten so den ersten Preis bei der Wachstumsinitiative, verbunden mit 5.000 Euro, aus den Händen des Dürener Kreisdirektoren Georg Beyß entgegennehmen.

Der Innovationspreis geht nach Simmerath an das Unternehmen Schwarz GmbH für sein Presshärte-Verfahren. Mit der neu entwickelten Anlage können in einem Bauteil unterschiedliche Temperatur- felder erzeugt werden, wodurch beim Pressen harte und gut verformbare Bereiche entstehen.

Einen Sonderpreis erhielt die Zülpicher Papierfirma "Smurfit Kappa" für den Einsatz von "Bio-Wasser". Da mit dem Altpapier erhebliche organische Frachten eingetragen werden, wird der Prozesswasserkreislauf seit 1995 mittels einer integrierten biologischen Kläranlage als „Niere“ gereinigt. Das „Bio- Wasser“ wird gezielt als Frischwasser-Ersatz für bestimme Aggregate an den Papiermaschinen verwendet.


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