Einweihung

JuFa-Betrieb mit Energie aufgenommen
Von Dorothée Schenk [11.03.2014, 15.36 Uhr]

100 Prozent Wiederempfehlungsquote bei Holidaycheck.de. Das ist nach acht Wochen Testphase eine Zahl, die mit gewissem Stolz von Geschäftsführer Gerhard Wendl zum offiziellen Start des neuen JuFa-Standortes Jülich bekannt gegeben wird. 11.000 Reservierungen lagen laut JuFa-Vorstand am Eröffnungstag bereits vor.

Darauf hatten die Kinder nur gewartet: Jufa-Geschäftsführer Gernot Reitmaier zerschneidet mit Assistenz von Stadtwerke-Chef Ulf Kamburg und Brückenkopf-Park-Geschäftsführer Hans-Josef Bülles das Band.

Darauf hatten die Kinder nur gewartet: Jufa-Geschäftsführer Gernot Reitmaier zerschneidet mit Assistenz von Stadtwerke-Chef Ulf Kamburg und Brückenkopf-Park-Geschäftsführer Hans-Josef Bülles das Band.

Und die Verantwortlichen können mit noch mehr Zahlen punkten: 1500 Gäste übernachteten im Dezember und Januar bereits in den 148 Betten verteilt auf 45 Zimmer der Jülicher JuFa. Deutlich übertroffen hat der Zuspruch die Erwartungen seiner Betreiber, wie Daniela Tremmel für die Hausleitung auf Nachfrage erklärte. Diese Vorgaben schenken den Zielvorstellungen des Geschäftsführers Gernot Reitmaiers Glaubwürdigkeit: 27.000 Gäste sollen im ersten Jahr nach Jülich kommen. Optimistisch fügte er mit charmant österreichischem Zungenschlag hinzu „Vielleicht kratzen wir auch am 30er…“

Als bislang nördlichster und einziger Standort in NRW dockt JuFa auf der einen Seite an den Brückenkopf-Park an, auf der anderen Seite an die Erlebnis-Energie-Welt, die mit den Jülicher Stadtwerken als Sponsor eingerichtet wurde. Gegenseitig klopften sich die Partner verbal auf die Schulter: 2008 sei man auf Jülich aufmerksam geworden, so erklärt Reitmaier, als es damals um den Bau eines Jugendgästehauses im Zusammenhang mit dem geplanten Schwimmleistungszentrum ging. Fazit: „Wir sind hier, weil es den Brückenkopf-Park in Jülich gibt.“ Als prädestinierten Partner bezeichneten Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel und Landrat Wolfgang Spelthahn ihrerseits die JuFa GmbH mit ihren Erfahrungen in der Entwicklung von Tourismus-Regionen.

Für was aber steht „JuFa“? Es ist keine Jugendherberge aber auch kein Hotel? Es ist ein Übernachtungskonzept, das vor allem Familien und aktive Reisende ansprechen soll, die eine unkomplizierte und moderne, aber keine sterile Atmosphäre suchen und sich dabei einigen Komfort wünschen. Aktiv-Programm und Relaxen heißt das Motto. Verschiedene Pakete können hierfür gebucht werden: Von „Jülich Pur!“ über „Wissen ist Energie“ bis „Sport erleben und Natur entdecken“ reichen die Angebote. Gleichzeitig ist es mit drei unterschiedlich großen Seminarräumen als Tagungsherberge geeignet.

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Als Gemeinschaftsprojekt versteht sich das "JuFa" und so wurden zur Schlüsselübergabe alle Beteiligten auf die Bühne gebeten,

Als Gemeinschaftsprojekt versteht sich das "JuFa" und so wurden zur Schlüsselübergabe alle Beteiligten auf die Bühne gebeten,

Vor rund 20 Jahren wurde das Konzept in Österreich geboren und mit vier Häusern „getestet“. Seither strahlt es mehr und mehr in die Nachbarländer aus. 50 Häuser betreibt die Gesellschaft inzwischen– jedes davon mit einem eigenen Schwerpunkt. In Jülich geht es vor allem um Energie.

Vervollständigt wird das Angebot durch eine Indoor-Spielewelt mit 20 Meter langem Skywalk und Kleinsporthalle sowie reichlich Stationen, an denen rund um das Thema Energie allerlei zu entdecken ist: Im Fun-Raum, wo es um Körperenergie, Wissen, Schnelligkeit und Koordination geht, an Stationen zur Solarenergie, Weltraum-Simulation oder die Entdeckung von „Kraft mal Beschleunigung“. Gleichzeitig wird der Bewegungsfreude Rechnung getragen: Klettern, Rutschen, mit dem Rennrad die Carrera-Bahn antreiben oder einfach dem Spieltrieb beim Kickern freien Lauf lassen.

Heftig gestritten wurde um die Ansiedlung der JuFa in Jülich. Schließlich teilten sich den Löwenanteil der Finanzierung von 8,1 Millionen Euro die Stadt Jülich (1,5 Millionen), die Stadtwerke Jülich als 100-prozentige Tochter der Stadt (2,4 Millionen Euro für die Indoor-Spielewelt mit Energie-Erlebniswelt), der Kreis Düren (1 Millionen) und die Indeland GmbH (500 000 Euro). 2,4 Millionen Euro trug die JuFa GmbH bei. Dennoch dürfte die Rechnung nach ersten Prognosen wohl mit sattem Plus aufgehen: In den ersten fünf Wochen des Jahres lösten bereits fast 4500 Besucher Tickets für den Park und damit fast 3600 mehr als in den ersten beiden Monaten 2013. Wenn jetzt noch die JuFa-Gäste den Weg zum Einkaufen, Essen und Trinken in der City finden, dürfte auch der letzte Kritiker verstummen.


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