Schneller Einsatz der Malteser

Dramatik um rettendes Herz
Von Sabine Sausen [07.05.2013, 12.56 Uhr]

Alles Gute für das weitere Leben: Peter Hess mit seiner Frau (Mitte) mit Leiter Einsatzdienste Maximilian Jankowski, Leiter Rettungsdienst Peter Hine sowie Dr. Dieter Scheidt, Stadtbeauftragter bei der Wachbesichtigung. Foto: MHD Jülich

Alles Gute für das weitere Leben: Peter Hess mit seiner Frau (Mitte) mit Leiter Einsatzdienste Maximilian Jankowski, Leiter Rettungsdienst Peter Hine sowie Dr. Dieter Scheidt, Stadtbeauftragter bei der Wachbesichtigung. Foto: MHD Jülich

Manchmal sind die Einsätze oder Aufträge mit großer Dramatik verbunden, die den Malteser Jülich ereilen. Vor nicht allzu langer Zeit fragte die Rettungsleitstelle beim Malteser Jülich nach einem Fahrzeug, was einen Patienten transportieren sollte. Grundsätzlich nichts außergewöhnliches, aber diesmal hatte es einen besonderen Hintergrund. Es handelte sich nicht um einen Transport mit einem Rettungswagen oder Krankenwagen, sondern es musste umgehend ein schneller PKW besetzt werden.

In Jülich wartet Peter Hess schon seit einigen Jahren auf ein Spenderherz. Am selben Tag wird er in Bad Oeynhausen aus der Klinik entlassen und kommt nach einem stationären Aufenthalt zurück nach Hause.

Gegen Nachmittag der spontane Anruf aus der Klinik auf dem Handy seiner Frau mit dem keiner mehr gerechnet hatte: Ein Spenderherz ist da. Er muss umgehend zurück in die Klinik für die Transplantation. Das Zeitfenster ist knapp und er muss in maximal zwei Stunden in der rund 270 Kilometer entfernten Klink sein. Eigentlich ein Einsatz für den Hubschrauber, aber dieser kann wetterbedingt nicht starten.

Gegen Nachmittag der spontane Anruf aus der Klinik auf dem Handy seiner Frau mit dem keiner mehr gerechnet hatte: Ein Spenderherz ist da. Er muss umgehend zurück in die Klinik für die Transplantation. Das Zeitfenster ist knapp und er muss in maximal zwei Stunden in der rund 270 Kilometer entfernten Klink sein. Eigentlich ein Einsatz für den Hubschrauber, aber dieser kann wetterbedingt nicht starten.

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Die Malteser werden von der Rettungsleitstelle Düren alarmiert. Es muss ein schnelles Fahrzeug mit einem erfahrenen Fahrer her. Schnell wird reagiert und es findet sich ein Auto. Bereits wenige Minuten nach dem Anruf ist das Fahrzeug bei Herrn Hess vor der Türe. Nun geht es los mit Blaulicht durch den Berufsverkehr in Richtung Westfalen. Nach unter zwei Stunden, im Zeitfenster, wird der Herzpatient in der Klinik in Bad Oeynhausen dem OP Team übergeben. Eine kurze Verabschiedung mit dem Versprechen nach der Genesung sich einmal in Ruhe bei den Maltesern die Fahrzeuge und die Wache anzusehen.

Nach seiner erfolgreichen OP besuchte Herr Hess vor kurzem die Malteser und bedankte sich für die Fahrt. „Die professionelle Fahrweise der Malteser ließ mich die rasante Fahrt wirklich genießen und die bevorstehende OP vergessen. Wichtig ist mir auch mit dieser Möglichkeit den Organspendern und Familien meinen Dank auszusprechen“. In aller Ruhe wurden die Fahrzeuge angeschaut und die Wache besichtigt. Neben Blumen für Familie Hess, hatte Peter Hess eine Überraschung für die Malteser. „Sie haben mir geholfen, jetzt helfe ich Ihnen“ und übergab einen Gutschein mit dem die Malteser von seinen Wissen als Selbstverteidigungslehrer profitieren können.

„Das ist es was unsere Arbeit ausmacht – Menschen zu helfen. Spontan und in jeder Lebenslage. Da freut man sich, wenn man später mitbekommt, dass der Einsatz Leben gerettet hat und man erfolgreich helfen konnte“, meint der Leiter Einsatzdienste Maximilian Jankowski.

Die Malteser Jülich fahren unter anderem für die Deutsche Stiftung Organtransplantation häufig Organe und Ärzteteams. Alles mit ehrenamtlichem Fahren. An einem Wochenende vor einiger Zeit waren mehrere Autos zeitgleich unterwegs. Die weiteste Tour ging nach Leipzig. Gesamtbilanz von 24 Stunden: Rund 3000 Einsatzkilometer. Interessierte die gerne mithelfen wollen können sich melden unter 02461 / 973522. Voraussetzung ist der Führerschein für PKW und ein Mindestalter von 19 Jahren.


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