Drei Grundschulsystem im Jülich werden vorgestellt

Drei I-Dötze auf dem Weg in den Schulalltag
Von Dorothée Schenk [21.08.2005, 18.20 Uhr]

Für Svenja geht jetzt der Schulalltag los - das macht schon ein mulmiges Gefühl…

Für Svenja geht jetzt der Schulalltag los - das macht schon ein mulmiges Gefühl…

Bisher konnten Eltern relativ gelassen der Einschulung ihrer Kinder entgegen sehen. Die Fakten lagen auf dem Tisch: Mit Stiften und Heften, Schultüte und neuem Ranzen fanden sich die Kinder nach den großen Ferien ein und wurden mit ihrem Jahrgang einer Klassenlehrerin für die 1. Klasse zugeteilt. Mit dem neuen Schuljahr kommen die Offene Ganztagsgrundschule und die flexible Schuleingangsphase, die festlegt, dass von den Kindern einer Klasse eine Hälfte Zweit-, die andere Hälfte Erstklässler sein sollen. Nicht im gesamten Stadtgebiet von Jülich wird dieses System umgesetzt.

Anne Reinartz wird die Promenadenschule besuchen. Sie ist für die Offene Ganztagsgrundschule angemeldet, und wird zu den letzten I-Dötzchen an der Gemeinschaftsgrundschule Süd gehören, die noch nach dem althergebrachten System der jahrgangsorientierten Klassen unterrichtet werden. Die Katholische Grundschule wird für Lars Peters die nächsten vier Jahre zur Grundschulheimat. Er wird dort nach der neuen Methode gemeinsam mit Zweitklässlern ABC und 1x1 lernen. Ein Konzept mit so genannten „Partnerklassen“ entwickelte das Lehrerkollegium an der Gemeinschaftsgrundschule Nord. Dorthin führt Svenja Kiel ab Dienstag jeden Morgen der Schulweg.

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… aber die Vorfreude auf die Schultüte ist groß.

… aber die Vorfreude auf die Schultüte ist groß.

In loser Folge wird werden diese drei I-Dötze auf dem Weg durch ihr erstes Schuljahr begleitet. Eltern, Lehrer und Kinder sollen ihre Erfahrungen und Erlebnisse schildern und so Licht ins Dickicht der Schullandschaft bringen. Erst einmal sollen die Schulanfänger und ihre Eltern aber mit ihren Erwartungen, Ängsten und Wünschen vorgestellt werden.

Schon Tochter Lena, die jetzt in die dritte Klasse kommt, schulten Anne und Olaf Kiel auf der Grundschule Nord ein. Hier schätzen sie die Betreuung durch eine Klassenlehrerin, die Bezugsperson für die Kinder wird. Das System der Partnerklassen wurde schon im vergangenen Jahr erprobt und fand großen Anklang: Nicht nur Unterricht wurde gemeinsam gestaltet, die Klasse 2a übernahm die Patenschaft für Klasse 1a. Das heißt: Jedes neue Schulkind erhielt einen „Größeren“ als Betreuer. Durch die direkte Partnerschaft entfällt dieses System jetzt. Die Kinder werden ab dem Schuljahr 2005/06 in gewissen Blöcken gemeinsam unterrichtet und bilden auf diese Weise eine neue Gemeinschaft. Dennoch bleibt es beim Klassenverband, wie Anne Kiel positiv bemerkt.

Ab Dienstag geht nun auch ihre Jüngste, Svenja, zur Nordschule. Ein bisschen Sicherheit gibt der Sechsjährigen, dass sie mit einigen Freunden aus dem Kindergarten in diesselbe Klasse gehen wird. „Lena wollte am 1. Tag nicht alleine in die Schule rein“, erzählt sie auf die Frage nach Aufregung und Bauchgrummeln. Das passiert ihr doch bestimmt nicht?! „Ich glaube schon“, guckt Svenja etwas unsicher lächelnd. Naja, aber da ja die Vorfreude auf die Schultüte, die alles dominiert – und das ABC, das möchte Svenja gerne lernen.


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