Fusionierte Gemeinden von Jülich heißen „Pfarre Heilig Geist“

Form mit Inhalt füllen
Von Dorothée Schenk [10.03.2012, 18.01 Uhr]

Bischof Mussinghoff wird es an diesem Wochenende von den Kanzeln im Jülicher Land verkünden lassen: Die Gemeinden werden zum 1. Januar 2013 als Pfarre Heilig Geist Jülich fusionieren. Pfarrkirche wird die Propsteikirche St. Mariä Himmelfahrt.

Aus eins mach 16 – in der Pfarre Heilig Geist werden die drei Jülicher Innenstadtgemeinden sowie die Gemeinden der Dörfer aufgehen.

Aus eins mach 16 – in der Pfarre Heilig Geist werden die drei Jülicher Innenstadtgemeinden sowie die Gemeinden der Dörfer aufgehen.

Damit folgt der Bischof allen Vorschlägen, die der GdG-Rat im Januar gefasst und zur Entscheidung eingereicht hatte. Die Frage, wie viele Gemeinden in der Pfarrei bestehen, muss noch diskutiert werden. Beschlossen wurde aber ein Beitritt zum Verwaltungszentrum Schleiden.

Derzeit geht es um die Ausgestaltung der Inhalte für die künftige Pfarre Heilig Geist. Als Leitlinie empfiehlt Regionaldekan Hans-Otto von Danwitz, der den Prozess als Pfarradministrator begleitet, die Haltung der Barmener Gemeinde. Hier wird nicht nur der Bedarf abgefragt, sondern geprüft, was die Menschen in der Vielfältigkeit ihrer gottgegebenen Talente in das Gemeindeleben einbringen können.

In den kommenden Wochen sollen Akzente gesetzt, Gemeinsamkeiten gefunden und vielleicht auch neue Schwerpunkte gesetzt werden. Erstmals sind alle Gemeindemitglieder eingeladen, sich einzubringen: Zu den Themen Altenheime/Senioren, Jugend oder Caritas aber auch Kirchenmusik, Öffentlichkeitsarbeit und Sakramentenpastoral haben bereits Arbeitskreise getagt. Am Donnerstag traf sich zudem der Arbeitskreis Ökumene. Weitere Termine für die Gespräche etwa über Kirchenvorstand, Trauerpastoral oder Öffentlichkeitsarbeit stehen noch aus.

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Hans Otto von Danwitz begleitet als Pfarradministrator den Fusionsprozess in Jülich.

Hans Otto von Danwitz begleitet als Pfarradministrator den Fusionsprozess in Jülich.

Grundsätzlich, so betont von Danwitz, ginge es um eine Weiterentwicklung des bestehenden Pastoralkonzepts, das zur Bildung der GdG im August 2007 entwickelt wurde. Es wäre ohnehin an der Zeit gewesen, eine Überarbeitung angesichts der aktuellen Personalveränderungen vorzunehmen. Über ein Jahr nach dem Ausscheiden von Propst Heinrich Bongard ist dessen Stelle noch unbesetzt. Im Sommer wird außerdem Gemeindereferent Arnold Franken in den Ruhestand gehen. Allerdings war Domkapitular Pfr. Heiner Schmitz vom Bischöflichen Generalvikariat in der GdG-Ratssitzung im Januar hoffnungsvoll, dass pünktlich zur Fusion das Amt des leitenden Pfarrers besetzt sei. Vage war die Aussage zur Neubesetzung der Position von Arnold Franken. Pfr. Von Danwitz machte bewusst, dass eine solche Stelle für die gesamte GdG besetzt würde, nicht nur für den derzeitigen Wirkungskreis Mersch-Güsten-Welldorf.

Bei allen Veränderungen, die im November durch die Wahlen zum GdG-Rat und den neuen, gemeinsamen Kirchenvorstand „verwaltungstechnisch“ festgeschrieben werden, ist Pfr. von Danwitz eins wichtig: „Die Gemeinden bleiben auch künftig der Ort des Glaubenlebens.“ Daher sollen in den Gremien alle zu fusionierenden Gemeinden vertreten sein. Darüber hinaus werden „Gemeinderäte“ gewählt, die wie ein Sachausschuss die Belange auf der „kleinen Ebene“ vor Ort planen, gestalten und auch Anregungen in den GdG-Rat einbringen sollen.

Bis November müssen in den verbleibenden zwei Sitzungen des GdG-Rates die Weichen gestellt sein. Die Mai-Sitzung trifft die Grundsatzentscheidung, in welche Seelsorgebezirke die Pfarrei Heilig Geist künftig gegliedert wird und wie der „rote Faden“ des Pastoralkonzept zu knüpfen ist. Konkrete Punkte dazu werden in einer gemeinsamen Sitzung mit den Kirchenvorständen verabschiedet.


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