CCKG Familie ließ die Muttkraat-Seele kochen

„Der KuBa brennt“
Von tee [20.02.2012, 12.14 Uhr]

„Un dann simmer alle do, so wie jedes Johr“ skandiert die Besatzung des blau-weißen Narrenschiffs im Jülicher Kulturbahnhof: Die CCKG rief und die Mannschaft war auch im 26. Jahr bei stürmischer See „La Bostella“ johlend in die Takelage geklettert.

Angereist waren sie wie stets mit dem „Fahrrad“ und der „Achterbahn“, um diesmal unter dem Motto „Hein nun“ den Chef der befreundeten historischen Gesellschaft Lazarus Strohmanus als ihren Prinzen zu feiern. Zu den Stammgästen im KuBa wie Hacky Posaune, Pflaumen Flücken, Fuss & Friends und dem rockenden Männerballett von der KG Rurblümchen – diesmal in verboten knappen roten Lacklederhöschen am Start – gesellten sich als Neulinge die „Ghostbusters“, der „Irish Pub Idiot“, und der Sensemann, der mit dem CCKG Fernsehballett morbide bei der „White Wedding“ über die Bühne mähte.

Als Kapitäne in der närrischen See am Ruder standen natürlich Uwe Mock und Axel Fuchs, musikalisch angeführt von „Les6Kölsch1Cola“, der Band, die jeder kennt und die spielen bis „der KuBa brennt“. Neben „Herrenclo“ ein neues Stück, das die blau-weiße KG ihren Narren mitgebracht hatte. Vier Stunden lang sangen, tanzten und tranken sich die Recken einen ehrlich erworbenen Schwips inklusive Heiserkeit an, um traditionell im finalen Wunderkerzenschein mit dem „aale Mann“ in unser „Veedel“ einzutauchen.


Eine einzige „Liebeserklärung“ an die eigene Stadt, ihre Bewohner und ihre Besonderheiten ist die Trunksitzung: Wenn die Menschen bei Bernd Flückens Evergreen sich in den Armen liegend den „Kleinen Ellbach“ anstimmen und Fuss & Friends „CCKG, ich liebe Dich“ singen, kocht die Muttkraat-Seele und macht sich Luft im Lied „Am schönsten ist es in Jülich an der Rur“. Vergessen wird auch nicht – wie es sich in einer intakten Familie gehört – Geburtstagskindern mit einem Ständchen zu gratulieren und die „Verwandten“ mit der weitesten Anreise besonders lobend hervorzuheben: Spitzenreiter waren in diesem Jahr Gäste aus den USA, China und Spanien.

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Aber auch Dank zu sagen den „Strippenziehern“ im Hintergrund wie Martin Bachner, der Konstanten an der Technik, dem die diesjährige Verneigung der CCKGler galt. Ebenso jenen, die die Party bezahlen: Sponsor Ralph Fabry bekam den so lange ersehnten Orden, musste dafür aber manchen Seitenhieb einstecken. Denn eins steht fest: Kaufen lassen sich die KuBaner nicht und erbettelt werden kann die Auszeichnung auch nicht. Wer sie bekommt, das entscheiden immer noch die Präsidenten.


Übrigens achten diese auch stets darauf, dass die Laune in ihrer Mannschaft stimmt. Wer nicht mitmacht, der wird zum Üben auf die Bühne geholt – nicht immer zur Begeisterung des Probanden, in diesem Falle weiblich. „Du kommt aus Norddeutschland, oder“, fragte Axel Fuchs mitten im Programm unverhofft eine, ihm offensichtlich nicht ausreichend närrische „Gästin“ in der ersten Reihe. Schunkel- und Gesangsnachhilfe gab es daraufhin von den Präsidenten, und Bühnenbuttler Caddy flößte dazu das unvermeidliche Kölsch ein. Wenn es beim „Bühnenpersonal“ zu Ausfällen kam, war stets „Dr. Borg“ zur Hand, um mit der „grünen Spritze“ hochprozentig zur Wiederbelebung zu verhelfen.

Mit dem Abgesang zur 26. Sitzung war in diesem Jahr übrigens noch nicht Schluss: Wer die CCKGler verpasst hat, kann am 14. Juli eine Premiere erleben, wie Uwe Mock verkündete: Zum Ferien-Fußballcamp wird es die erste Sommersitzung im Karl-Knipprath-Stadion geben.


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