"Möbel und mehr" hat die ersten 100 Tage geschafft

Erfolg hoch drei
Von Dorothée Schenk [27.02.2011, 14.14 Uhr]

Reiche Auswahl finden die Kunden bei "Möbel und mehr…"

Reiche Auswahl finden die Kunden bei "Möbel und mehr…"

Die Zufriedenheit in den Gesichtern spricht Bände. Rund 100 Tage nach der Eröffnung von „Möbel und mehr… aus zweiter Hand“ ist bereits klar: Das Konzept ist aufgegangen. „Wir sind natürlich immer noch in der Startphase“, räumt Mechthild Bonz, Diplom-Pädagogin und Projektleiterin des neuen Möbelkaufhauses des Christlichen Sozialwerks Jülich ein. Aber dennoch sind die Erfolge ablesbar. Die Einnahmen verzeichnen eine steigende Tendenz und der Kunden- und Spenderzulauf entwickeln sich ebenfalls positiv.

Gerne nutzen die Menschen in Jülich und Umgebung die Möglichkeit, gut erhaltene Möbel bei Haushaltsauflösungen abzugeben. Dabei liegt es im Ermessen der Fachleute vor Ort, ob ein „gutes Stück“ in das Warenensemble bei „Möbel und mehr…“ eingefügt wird. Schließlich ist es – wie in konventionellen Geschäften – eine Frage von Angebot und Nachfrage. „Das ist manchmal gar nicht so einfach, denn jeder Spender und jedes Möbelstück haben seine Geschichte“, erklärt Mechthild Bonz. Und diese geht weiter, denn fast immer finden Kunden, die in der Schützenstraße dem Möbelkaufhaus einen Besuch abstatten, wenigstens eine Kleinigkeit, die sie mitnehmen. Obschon nicht auf Gewinnmaximierung ausgelegt, macht Umsatz auch zufrieden.

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Wenn nötig packt "Chefin" Mechthild Bonz (l) auch mal selbst mit an.

Wenn nötig packt "Chefin" Mechthild Bonz (l) auch mal selbst mit an.

Hier schließt sich nahtlos die zweite Erfolgsgeschichte an. Denn der Träger, Christliches Sozialwerk, betont im Untertitel, dass er ein Verein „zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit“ ist. Seit 100 Tagen sind fünf Brückenjobber an der Schützenstraße in Jülich im Einsatz und erfahren hier eine Qualifizierung für den ersten Arbeitsmarkt. Vom oben beschriebenen Kundengespräch, über praktische Geschäftsabläufe von der Auszeichnung der Waren, der Bedienung der Kasse bis zum Arrangement für den Verkauf von „Möbel und mehr“ reichen ihre Tätigkeitsfelder. Einerseits ist das Gelernte der Gewinn, darüber hinaus registriert die Diplompädagogin Bonz ein gestärktes Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein bei ihren Teammitgliedern. „Dadurch gelingt auch im Alltag mehr.“ Der Amtsgang, der Umgang mit Vermietern – all dies wird selbstverständlicher.

Schließlich und letztlich ist „Möbel und mehr…“ ein christliches Unternehmen: Der Aspekt, gut erhaltene Dekorations- und Einrichtungsgegenstände nicht wegzuwerfen, folgt dem Gedanken des pfeglichen Umgangs mit Gottes Schöpfung – oder zeitgemäß formuliert: Der Nachhaltigkeit und Ökologie.

„Möbel und mehr“, davon ist Mechthild Bonz überzeugt, schließt eine Lücke im sozialen Netzwerk der Stadt Jülich. „Wir passen gut in die Runde der existenzsichernden Hilfen, die sich in Jülich in einem runden Tisch organisiert haben.“ Dazu gehört die Ausgabe von Kleidung – etwa bei „fairkauf“ und dem „Kleiderlädchen“ - Nahrungsmitteln bei der „Tafel“, speziell auf Kinder und Familien ausgelegte Sach- und Dienstleistungen bei SkF und „Kleinen Händen“ ergänzt das Möbelkaufhaus die existenzsichernden Hilfen. Besonders begrüßt die Projektleiterin den regen Austausch der Institutionen am „Runden Tisch“.


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