Die Jülicher Grünen sehen zusätzlichen Planungsbedarf für das Schulzentrum
„Unnötige Umbauten vermeiden“
Von Jülicher Zeitung / Lokales / Seite 14, Mo, 17. Okt [23.11.2011, 09.35 Uhr]
Jülicher Zeitung / Lokales / Seite 14, Mo, 17. Okt. 2011
Jülich. Bündnis90/Die Grünen befürworten die Gründung einer Sekundarschule in Jülich, warnen aber vor unnötigen Planungs- und Umbaukosten. Unter dem Strich, so Lutz Baumgarten, Mitglied der Grünen-Fraktion, sehe seine Partei die Ansiedlung einer neu zu gründenden Sekundarschule am Schulzentrum, zusammen mit der Musikschule und der dann auslaufenden Haupt- und Realschule positiv gesehen.
Der Starttermin sollte sich eng an den schulpolitischen Entscheidungen der Nachbargemeinden orientieren, um unkalkulierbare Wanderungsbewegungen von Schülern zu vermeiden.
Die stetig fallenden Schülerzahlen aufgrund der demografischen Entwicklung, sowie die schwindende gesellschaftliche Akzeptanz der Hauptschule werde für die Jülicher Hauptschule in den nächsten Jahren Existenz bedrohend. Hier seien dringend schulpolitische Entscheidungen nötig und zwar bevor die Schulaufsicht den Jülichern mit einer möglichen Schließungsanordnung das Heft des Handelns aus der Hand nimmt.
Die bereits laufenden Sanierungsmaßnahmen am Schulzentrum sähen einen parallelen Betrieb von Haupt- und Realschule vor, gingen also noch von einem Weiterbestehen der Hauptschule aus. Auch hier bestehe aufgrund der zu erwartenden demografischen Entwicklung „dringender Entscheidungsbedarf um unnötige Planungs- und Umbaukosten zu vermeiden“, so Baumgarten..
Durch den Neubau der Katholischen Grundschule (KGS) stünden im Schulzentrum erheblich mehr Räume zur Verfügung als laut Schulentwicklungsplan zukünftig benötigt würden.
In Anbetracht des zunehmenden Ganztagsangebotes sowie des sanierungsbedürftigen Musikschulgebäudes hielten die Grünen die Ansiedlung der Musikschule im Schulzentrum auch aus Kostengründen für sinnvoll. Außerdem liege sie dort, neben der Haupt-, Real-, und Sekundarschule, in direkter Nähe zur KGS und Schirmerschule.
Die Musikschule müsse jedoch „als unabhängige Einrichtung erhalten bleiben“, betont Baumgarten. Sie bilde einen wichtigen Baustein im kulturellen Angebot der Stadt. Sie steigere damit besonders Jülichs Attraktivität für Familien mit Kindern. Umfang und Qualität privater Anbieter könnten die Angebote der Musikschule jedenfalls in keiner Weise ersetzen.
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