Mit der Sekundarschule ist „das Ganze rund“
Von Jülicher Zeitung / Lokales / Sa, 15. Okt. 2011 [23.11.2011, 09.25 Uhr]
Jülicher Zeitung / Lokales / Seite 18, Sa, 15. Okt. 2011
Nach Einschätzung des Jülicher Ratsherren Lambert Schmitz (CDU) aus Stetternich ist die Umgestaltung der Schullandschaft „eindeutig das wichtigste Projekt für die Zukunft unserer Stadt“. Ein attraktives Schulangebot sei für Familien mit Kindern ein entscheidender Faktor für die Wohnortwahl. Hier entscheide sich unter Umständen, ob eine junge Familie nach Jülich ziehe bzw. bleibe.
Mit den Entscheidungen für die Grundschulen (Sanierungen Koslar, Nord, Welldorf, Neubau KGS und die Teilstandortlösung für Welldorf) sei der Grundschulbereich bereits optimal aufgestellt. Mit Haus Overbach, dem Mädchengymnasium und der - ebenfalls durchsanierten - Zitadelle haben wir drei hervorragende Gymnasien.
Nach dem Beschluss zur räumlichen Zusammenlegung von Realschule und Hauptschule einschließlich der Sanierung des Schulzentrums werde nun mit der Einrichtung einer Sekundarschule, so Schmitz, „ das Ganze rund“.
Mit dem vorliegenden Beschlussvorschlag werde der Grundstein gelegt, Jülichs hervorragenden Ruf als Schulstandort dauerhaft zu sichern, vielleicht sogar noch auszubauen. Seine Fraktion, so der Stetternicher Ratsherr, werde deshalb allen Punkten der Vorlage zustimmen.
Zwei Punkte seien herauszustellen: Die Sekundarschule startet 2012: Hier sei die CDU zunächst skeptisch gewesen. Sie hätte sich eine längere Vorbereitungszeit gewünscht. Aber aus Rücksicht auf Eltern und Schüler habe die Entscheidung auch zeitnah umgesetzt werden müssen. Der Gleichschritt mit den Nachbarkommunen sei ebenfalls notwendig. Lieber starte man eine neue Schulform natürlich an einer neuen Schule, aber hier sei wegen der umfangreichen Sanierungsarbeite des Schulzen-trums nach Abwägen der Vor- und Nachteile der Start in der Realschule sinnvoll. Auch diese Entscheidung sei zum Wohle der Schüler so getroffen worden.
Die Musikschule wird in ihrem Bestand gesichert: Sinkende Schülerzahlen und steigender Zuschussbedarf sowie erheblicher Sanierungsbedarf am jetzigen Musikschulgebäude machten auch bei der Musikschule Veränderungen notwendig. Ein neues mit der Sekundarschule abgestimmtes Konzept am neuen Standort sei für beide wirklich wie ein Sechser im Lotto. Der Umzug sei für die dauerhafte Bestandssicherung der Musikschule alternativlos.
Die Zusammenarbeit aller Fraktionen sei in diesen Punkten bisher sachlich und konstruktiv gewesen. Hervorzuheben sei auch die Leistung der Dezernentin Katarina Esser und ihrer Mitarbeiter.
Die CDU gehe davon aus, dass die Arbeit im Arbeitskreis bei der Erstellung des Schulkonzeptes bis zum Start der Schule entsprechend fortgesetzt werde.
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