Linnich und Titz verschicken den Fragebogen zur künftigen Schullandschaft

Elternmeinung zur Einrichtung der Sekundarschule ist gefordert
Von Jülicher Zeitung / Lokales / Mi, 23. Nov. 2011 [23.11.2011, 08.02 Uhr]

Mi, 23. Nov. 2011 Jülicher Zeitung / Lokales / Seite 13 Von Otto Jonel

Linnich/Titz. Die Eltern von Dritt- und Viertklässlern aus dem Stadtgebiet Linnich und dem Gemeindegebiet Titz werden in Kürze Post bekommen: Der Fragebogen, mit dem die beiden Kommunen ein Meinungsbild zu einer möglichen gemeinsamen Sekundarschule erhalten wollen, ist ab heute auf dem Weg.

In einer gemeinsamen Sondersitzung der Schulausschüsse beider Kommunen wurde am Montag der Wortlaut sowohl des Anschreibens als auch des eigentlichen Fragebogens geklärt. Wie intensiv sich die Fraktionen beider Gremien mit der Verwaltungsvorlage beschäftigt hatten, machten die Änderungsanträge deutlich. Sie hatten inhaltliches Gewicht und gingen weit über redaktionelle Glättungen hinaus.

Buchstäblich umwälzend war der später von allen Fraktionen übernommene Vorschlag des Titzer Wortführers der CDU, Peter Hintzen. Er sortierte die Fragen neu. In der Abfolge steht nun die entscheidende – „Sofern in der Stadt Linnich eine Sekundarschule - ggf. gemeinsam mit der Gemeinde Titz - eingerichtet würde, würden Sie Ihr Kind dann an dieser neuen Sekundarschule anmelden?“ – an zweiter Position.

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Die Formulierung dieser Frage, die von der Linnicher SPD beantragt worden war, ist für die rund 140 Titzer Eltern abgewandelt: „Würden Sie Ihr Kind an einer von der Gemeinde Titz gemeinsam mit der Stadt Linnich getragenen Sekundarschule mit wohnortnahe Versorgung in den Klassen 5 bis 8 am Standort Titz anmelden?“

Die Titzer Eltern haben gegenüber den Linnichern sogar eine Frage mehr auf dem Bogen. Ob Titzer ihr Kind auch dann zu einer Sekundarschule nach Linnich schicken würden, wenn es in der Landgemeinde aufgrund zu geringer Schülerzahlen keine Sekundarschule gäbe. Wie der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen erläuterte, gewinnt die Stadt Linnich aus der Antwort auf diese Frage Planungssicherheit.

Auf Anregung des Titzer Grünen Dierk Simons wurde vor allem der erläuternde Teil im Anschreiben zu dem Fragebogen deutlich erweitert. Eingebaut wurden Formulierungen des Schulministeriums zu integriertem und differenziertem Unterricht sowie zur Förderung durch „zusätzliche Bildungs- und Freizeitangebote“.

Bis zum 2. Dezember haben die Eltern Zeit, die drei beziehungsweise vier Fragen zu beantworten. Drei Wochen blieben den beiden Kommunen dann noch, um die Einführung einer Sekundarschule ab 2012 zu beantragen.


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